"Generation Nichtschwimmer"? Das wird jetzt dagegen unternommen!

Von Frederick Mersi

Stuttgart - Mit einer "Ausbildungsoffensive" für Schwimmanfänger will die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Baden-Württemberg Rückstände beim Schwimmunterricht wegen der Corona-Pandemie aufholen.

Eine Ausbildungsoffensive für Schwimmanfänger soll nun die Rückstände aufholen. (Symbolbild)
Eine Ausbildungsoffensive für Schwimmanfänger soll nun die Rückstände aufholen. (Symbolbild)  © picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa

In normalen Jahren würden bei der DLRG in Baden und Württemberg über 9500 Seepferdchen-Abzeichen abgenommen, sagte der Präsident des Landesverbands Württemberg, Armin Flohr. "2020 waren es nicht einmal 2500."

Im Rahmen der Aktion würden die Ehrenamtlichen in der DLRG im Sommer Freizeit und Urlaub opfern, einige Kommunen öffnen demnach die Hallenbäder trotz Freibad-Öffnung für Schwimmunterricht.

Um den Corona-Stau bei den Schwimmkursen abzubauen, werde man "Jahre benötigen", betonte die Präsidentin des DLRG-Landesverbands Baden, Ingrid Lehr-Binder. "Doch wir müssen jetzt damit beginnen – nur so können wir der 'Generation Nichtschwimmer' entgegenwirken."

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Nach Angaben der DLRG ist der Bedarf bei Schwimmkursen im Land schon seit vielen Jahren weit größer als das Angebot.

Die Pandemie habe nun zu einer "gravierenden Verschärfung dieser Situation" geführt, teilten die beiden Landesverbände Baden und Württemberg mit.

Seit März 2020 hätten nur wenige Schwimmkurse begonnen, noch weniger seien auch abgeschlossen worden.

Titelfoto: picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa

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