Zuganbieter in Schwierigkeiten: Gericht gibt grünes Licht für Abellio-Übernahme

Heilbronn - Die Übernahme des Finanzschwierigkeiten geratenen Zuganbieters Abellio Rail Baden-Württemberg (ABRB) durch die landeseigene Südwestdeutsche Landesververkehrs-GmbH (SWEG) ist rechtskräftig.

Stuttgart, 26. Oktober 2021: Ein Abellio-Regionalzug steht im Hauptbahnhof.
Stuttgart, 26. Oktober 2021: Ein Abellio-Regionalzug steht im Hauptbahnhof.  © Bernd Weissbrod/dpa

Die Gläubigerversammlung und das Insolvenzgericht haben ihre Zustimmung dazu erteilt, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage bestätigte und damit einen Bericht von Heilbronner Stimme und Südkurier (Donnerstag).

Sobald die Gläubiger ihr Geld erhielten, könne das gesamte Insolvenzverfahren zu ABRB aufgehoben werden.

ABRB war bis zum Jahresende ein Tochterunternehmen der niederländischen Staatsbahn. Im Südwesten befuhr der Zuganbieter Strecken im Stuttgarter Netz und im Neckartal.

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Nachdem im Oktober 2021 das Schutzschirmverfahren von Abellio endete, hatte das Land den Zuganbieter bereits mit einer Millionenspritze bis zum Ende des vergangenen Jahres unterstützt – und so den Betrieb gesichert.

Danach ging ABRB an die SWEG, die das Unternehmen für zunächst zwei Jahre übernimmt.

Verkehrsminister Winfried Hermann (69, Grüne) sagte den Blättern: "In meinen fast elf Jahren Amtszeit war die Vermeidung eines Zusammenbruchs des Abellio-Betriebs eine der komplexesten und schwierigsten Missionen."

Es sei gelungen, dass der Bahnbetrieb nach der Übernahme von Abellio "bruchlos, stabil und pünktlich weiterläuft".

Die Beschäftigten seien im Unternehmen geblieben und die Fahrgäste hätten vom Wechsel des Eigentümers nichts gemerkt. "Ich bin erleichtert, dass der Übergang reibungslos geklappt hat."

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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