Hochwasser steigt nach Regengüssen: Schifffahrt am Rhein gesperrt!

Von Susanne Kupke

Karlsruhe - Der anhaltende Regen führt zu Hochwasser an Rhein und Bodensee.

Karlsruhe: Der Rheinpegel Maxau zeigt eine Höhe von 8,10 Meter an.
Karlsruhe: Der Rheinpegel Maxau zeigt eine Höhe von 8,10 Meter an.  © Uli Deck/dpa

Am Dienstagabend wurde die Schifffahrt bei Karlsruhe gesperrt, nachdem die Marke von 7,50 Meter erneut überschritten wurde.

Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) stieg der Rhein-Pegel Karlsruhe/Maxau am Mittwochmorgen auf 8,10 Meter.

Auch am Bodensee steigen die Wasserstände. Nach 4,57 Meter am Mittwoch geht die HVZ davon aus, dass die Hochwassermarke von 4,60 Meter auch dort bald überschritten wird.

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Klar ist, dass wegen des weiteren Regens mit erneuten Anstiegen der Flüsse gerechnet wird. Das Ausmaß ist jedoch noch schwer einzuschätzen, sagte eine HVZ-Sprecherin.

"Die Lage ist extrem unsicher." Sie begründete dies mit vielen Unsicherheiten in den Wettermodellen.

Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen bis Samstag in Baden-Württemberg mit teils kräftigem Dauerregen. Erhöhte Vorsicht sei vor allem im Süden des Landes geboten.

Ab Mittwochnachmittag könnte es im Schwarzwald verstärkt Dauerregen geben. Bis in die Nacht zum Freitag seien hier Niederschlagsmengen von bis zu 70 Litern pro Quadratmeter möglich. Ab Mittwochabend könnte es auch in Oberschwaben und Richtung Allgäu heftig regnen.

Unwetter auch am Donnerstag möglich

Im Bergland könne es bis Donnerstag Sturmböen geben, nachts in Hochlagen auch einzelne orkanartige Böen mit um die 110 Stundenkilometer. Im Osten sind einzelne Gewitter mit Hagel möglich.

In der Nacht zum Mittwoch ist der Südwesten nach Polizeiangaben von größeren Unwetterschäden verschont geblieben. In einigen Regionen habe es stärker geregnet; größere Schäden blieben jedoch aus, wie Polizeisprecher am Mittwochmorgen mitteilten.

Am Dienstag hatten heftige Regenfälle für umgestürzte Bäume und überflutete Straßen gesorgt. In Mannheim und Umgebung mussten beispielsweise mehrere Straßen gesperrt werden. In der Nacht und am frühen Morgen habe es dagegen keine erwähnenswerten Einsätze mehr gegeben.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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