Hunderttausende Euro Spenden nach Hochwasser-Katastrophe: So helfen Kaufland und Lidl

Neckarsulm - Nach der Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands engagiert sich nun die Einzelhandelskette Kaufland für die Betroffenen.

Trümmer in der Gemeinde Schuld (Kreis Ahrweiler) nach der Flut.
Trümmer in der Gemeinde Schuld (Kreis Ahrweiler) nach der Flut.  © Thomas Frey/dpa

Bis Freitagmorgen ist die Zahl der Todesopfer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz auf mindestens 80 gestiegen. Zudem werden zur Stunde noch zahlreiche Menschen vermisst.

Wie berichtet hatte Starkregen zu der Katastrophe geführt, zahlreiche Häuser wurden unterspült, stürzten ein. Autos schwammen durch Straßen. Menschen werden evakuiert.

Nun verkündete das zur Schwarz-Gruppe (u.a. Lidl) gehörende Unternehmen Kaufland, den von der Flut betroffenen Menschen zu helfen.

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"Als Soforthilfe für die Betroffenen vom Hochwasser spendet Kaufland 250.000 Euro über die 'Aktion Deutschland hilft', dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen", heißt es in einer Pressemeldung.

Bereits seit Donnerstag unterstütze man die lokalen Hilfsorganisationen in den Überschwemmungsgebieten mit Lebensmitteln und Getränken. "Organisiert wird diese Aktion von den Kaufland-Filialen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Dort werden Hunderte Verpflegungspakete zusammengestellt", heißt es weiter.

Auf dem Twitter-Account des Unternehmens aus dem baden-württembergischen Neckarsulm waren Bilder von Hilfspaketen zu sehen. "Immer mehr Pakete finden ihren Weg zu den Helferinnen und Helfern. Wir danken Euch", war dort zu lesen.

Hunderte Einsatzkräfte nach Rheinland-Pfalz entsandt

Aus Baden-Württemberg ist seit Donnerstag auch anderweitige Hilfe unterwegs. Zahlreiche Einsatzkräfte haben sich auf den Weg zum besonders schwer vom Hochwasser und Überschwemmungen betroffenen Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) gemacht.

Alleine rund 100 Krankenwagen fuhren in Konvois los, um dort etwa bei der Verlegung von Patienten aus Krankenhäusern oder Pflegeheimen zu helfen.

Und damit nicht genug. "Am gestrigen Abend und in den Nachtstunden haben wir die Unterstützung deutlich ausgeweitet und weitere rund 600 Einsatzkräfte von Sanitätsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk zur Unterstützung entsandt", so der baden-württembergische Innenminister und CDU-Bundesvize Thomas Strobl (61).

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Auch der Discounter Lidl hilft nun tatkräftig. (Symbolbild)
Auch der Discounter Lidl hilft nun tatkräftig. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Am späten Vormittag wurde bekannt, dass auch ein weiteres Unternehmen der Schwarz-Gruppe nach der Katastrophe hilft.

Wie der Discounter Lidl mitteilt, stelle man den Hilfsorganisationen im Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" für ihre Arbeit in den Überschwemmungsgebieten 500.000 Euro zur Verfügung.

"Mit der Geldspende können sowohl Einsatzmaterialien für die Helfer organisiert als auch Betroffene bei der Erstversorgung unterstützt werden", so das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm.

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Damit nicht genug: Als weitere Sofortmaßnahme spende man regional Lebensmittel: "Lidl leistet damit schnelle, pragmatische Hilfe und unterstützt direkt vor Ort."

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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