Mehr als eine Million Menschen in Baden-Württemberg viel zu dick: Das soll getan werden

Stuttgart - Immer mehr Menschen im Südwesten sind krankhaft übergewichtig. Das berichtete die Krankenkasse Barmer am Dienstag in ihrem Arztreport.

Seit Jahren steigen die Fallzahlen. (Symbolbild)
Seit Jahren steigen die Fallzahlen. (Symbolbild)  © Sebastian Kahnert/dpa

Innerhalb von fünf Jahren sei die Zahl der Adipösen (Fettleibigen) im Land auf mehr als eine Million Betroffene gestiegen - ein Zuwachs von über 194.000 Personen.

Im Jahr 2019 wurden der Studie zufolge rund 9,3 Prozent der Bevölkerung Baden-Württembergs wegen Fettleibigkeit von ihrem Hausarzt oder einem Facharzt behandelt.

"Die Fettleibigkeit ist mehr als nur ein paar Kilos zu viel auf den Hüften", sagte dazu Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der Barmer. Die Fallzahlen stiegen seit Jahren.

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Die Betroffenen litten zudem unter gesellschaftlicher Ausgrenzung und hätten bei extremer Adipositas auch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf im Zuge einer Covid-19-Erkrankung.

"Es muss endlich ein Ruck durch Politik und Gesellschaft gehen, damit diese Entwicklung gestoppt wird", so Plötze weiter.

So müsse etwa die Ernährungsbildung schon bei Kita- und Grundschulkindern gefördert werden.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa

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