Pissoir an Baum erst da, dann wieder weg: Was hat es damit auf sich?

Horb - Erst war es da, dann wieder weg: Ein gelbes Pissoir an einem Baum auf einem Waldparkplatz bei Horb (Kreis Freudenstadt) hat für Spekulationen gesorgt und die Fantasie beflügelt.

Ein Unbekannter hatte das Pissoir vor einiger Zeit an dem Baum neben dem Parkplatz mit einem Seil befestigt. Es wurde aber später zerstört.
Ein Unbekannter hatte das Pissoir vor einiger Zeit an dem Baum neben dem Parkplatz mit einem Seil befestigt. Es wurde aber später zerstört.  © Heinrich Raible/dpa/Silas Stein/dpa

Zeichen gegen Wildpinkler, Mahnmal gegen illegale Müllentsorgung, Kunstwerk oder bloßer Scherz nach durchzechter Nacht - warum wurde es dort angebracht? Und warum war es Ende der Woche wieder weg?

Mit Gewissheit sagen können das nur diejenigen, die das Objekt irgendwann mit einem Seil an den Baum nahe einer viel befahrenen Straße zwischen Horb und Freudenstadt gebunden haben.

Entdeckt worden war das Pissoir vor drei Wochen von Heimatforscher Heinrich Raible. Er schließt nicht aus, dass es ursprünglich einfach auf dem Parkplatz entsorgt werden sollte.

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"Der Platz ist bekannt als Müllabladestelle, da wird viel illegal entsorgt", sagte er auf Anfrage. Auch als Pinkelplatz werde der Parkplatz gerne genutzt.

Raible fotografierte das kuriose Objekt und machte es so zur lokalen Berühmtheit. Zeitungen und der SWR berichteten und auch in Leserbriefen war das Pissoir ein Thema.

Titelfoto: Heinrich Raible/dpa/Silas Stein/dpa

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