Schon ab nächster Woche: CDU-Fraktionschef fordert harten Lockdown!

Stuttgart - Vor dem Bund-Länder-Gespräch über weitere Einschränkungen und Verbote fordert der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Manuel Hagel (33) einen schnellen und harten Lockdown von der kommenden Woche an.

"Wir brauchen jetzt einen konsequenten Advents-Lockdown mit einem weitgehenden Runterfahren des öffentlichen Lebens", sagt Manuel Hagel (33, CDU).
"Wir brauchen jetzt einen konsequenten Advents-Lockdown mit einem weitgehenden Runterfahren des öffentlichen Lebens", sagt Manuel Hagel (33, CDU).  © Christoph Schmidt/dpa

"Wir brauchen jetzt einen konsequenten Advents-Lockdown mit einem weitgehenden Runterfahren des öffentlichen Lebens inklusive Handel, Gastronomie, Sport- und Kulturveranstaltungen", sagte Hagel der Südwest Presse (Donnerstag).

Kindertagesstätten und Schulen müssten aber geöffnet bleiben. "Diese Lehre sollten wir aus dem ersten Lockdown ziehen", sagte der 33-Jährige weiter.

Nach Ansicht Hagels sollte das öffentliche Leben "ab Anfang kommender Woche" bis unmittelbar vor Weihnachten heruntergefahren werden.

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Nur wenn die Politik jetzt handele, sei Weihnachten mit der Großfamilie möglich.

"Wenn wir während des Lockdown die Impfquote steigern, die Inzidenz drücken und ab Weihnachten mit 2G plus weitermachen, können wir durch den Winter kommen", sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

Eine Impfpflicht für Volljährige müsse es ab Anfang 2022 geben. "Wir kommen um eine Impfpflicht nicht herum", sagte er. "Sie wird nichts mehr zum Brechen der vierten Welle beitragen. Sie ist eine Vorsorgemaßnahme für die kommenden Monate und Jahre."

Weitere Verbote und Einschränkungen soll es in Baden-Württemberg von diesem Samstag an geben. Am Donnerstag wollen sich zunächst Bund und Länder über Verschärfungen beraten und auch entsprechende Beschlüsse fassen.

Auch die praktische Umsetzung einer sich abzeichnenden allgemeinen Impfpflicht soll dabei besprochen werden. Die Beratungen sollen ein einheitliches Signal senden, je nach Bundesland sind manche der genannten Maßnahmen aber auch bereits umgesetzt.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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