Strafarbeit, weil eine Schülerin Türkisch sprach: Jetzt verschärft sich der Zoff

Stuttgart/Blumberg - Der Streit um eine Strafarbeit wegen einer Unterhaltung auf Türkisch auf dem Schulhof einer Grundschule (TAG24 berichtete) verschärft sich.

Müssen Kinder in der Schule ausschließlich Deutsch sprechen? Darüber gibt es Streit. (Symbolbild)
Müssen Kinder in der Schule ausschließlich Deutsch sprechen? Darüber gibt es Streit. (Symbolbild)  © Felix Kästle/dpa

Jetzt liegen Dienstaufsichtsbeschwerden gegen eine Lehrerin, die Schulleiterin und einen Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Freiburg vor. 

Das Kultusministerium bestätigte den Eingang am Freitag. Zuvor hatte die "Stuttgarter Zeitung" darüber berichtet.

Anfang Juli hatten sich zwei Mädchen in einer Unterrichtspause der Schule in Blumberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) auf einem Klettergerüst auf Türkisch unterhalten. 

Andere Kinder erzählten das der Lehrerin. Sie verhängte daraufhin eine Strafarbeit. Darin sollten die Mädchen schreiben, warum in der Schule nur Deutsch gesprochen werde. 

Die Mutter eines der Kinder geht dagegen mit Hilfe des Rechtsanwalts Yalcin Tekinoğlu vor.

Der Streit dreht sich unter anderem um die Frage, ob es an der Schule eine Vereinbarung gibt, die vorsieht, dass alle Kinder ausschließlich Deutsch sprechen. 

Das Kultusministerium sagt ja. Tekinoğlu widerspricht unter Berufung auf die Familie des Mädchens.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

Mehr zum Thema Baden-Württemberg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0