So will Kretschmann die Startschwierigkeiten beim Impfen beheben

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) hat versprochen, die "Startschwierigkeiten" beim Impfen gegen das Coronavirus so schnell wie möglich zu beheben.

Der Bund ist für die Beschaffung und Verteilung des Impfstoffes zuständig. Aktuell kommt es zu Wartezeiten.
Der Bund ist für die Beschaffung und Verteilung des Impfstoffes zuständig. Aktuell kommt es zu Wartezeiten.  © Andreas Arnold/dpa

Der Grünen-Politiker sieht aber vor allem den Bund in der Pflicht. "Natürlich ruckelt es am Anfang bei einem Projekt dieser Größenordnung auch mal", sagte der Grünen-Politiker am Freitag im Landtag in Stuttgart.

"Klar ist: Der Bund muss bei Beschaffung, Produktion und Verteilung der Impfstoffe beschleunigen." Das habe die Bundesregierung den Ländern am Dienstag zugesagt.

Trotz der vergleichsweise geringen Impfquote im Südwesten sagte Kretschmann: "Die Impfungen in unserem Land sind gut angelaufen. Die Hotline funktioniert. Die Anrufe werden sorgsam bearbeitet. Und die Impftermine werden zügig vergeben."

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Zunächst könnten sich nur die Menschen impfen lassen, die das höchste Risiko für einen schweren Verlauf hätten oder ein besonderes berufliches Risiko trügen.

Kretschmann meint, man soll sich über die schnelle Entwicklung des Impfstoffs freuen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) spricht im Landtag.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) spricht im Landtag.  © Sebastian Gollnow/dpa

Er warb dafür, sich über den historischen Erfolg zu freuen, dass der Impfstoff so schnell entwickelt werden konnte - "statt immer nur das Haar in der Suppe zu suchen".

Es sei richtig gewesen, bei der Beschaffung der Impfstoffe nicht national, sondern europäisch vorzugehen. "Was wäre das denn für ein Signal gewesen, wenn wir nur an uns gedacht und den Schweden oder den Griechen oder den Polen oder den Spaniern den Impfstoff weggeschnappt hätten? Ganz nach dem Prinzip „Deutschland first“?"

In den vergangenen Tagen war breite Kritik an der Strategie der Bundesregierung und auch der Länder für das Beschaffen, Verteilen und Spritzen der Impfdosen laut geworden.

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Oppositionspolitiker und Landespolitiker hatten Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeworfen, dass der Impfstart schlecht laufe und er dafür verantwortlich sei.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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