Tablets und WLAN an der Schule: Verbände machen Druck bei der Digitalisierung

Stuttgart - Zu wenige Laptops, zu langsames und kaum kabelloses Internet: Den Bildungsverbänden geht die Digitalisierung an den Schulen im Land viel zu langsam voran.

Realschüler einer zehnten Klasse der Gemeinschaftsschule Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe arbeiten in einer Unterrichtsstunde mit Tablets.
Realschüler einer zehnten Klasse der Gemeinschaftsschule Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe arbeiten in einer Unterrichtsstunde mit Tablets.  © Uli Deck/dpa

An nur 0,5 Prozent der Schulen sei jeder Schüler mit einem Endgerät ausgestattet - etwa einem Laptop oder Tablet-Computer. Dies habe eine Befragung von öffentlichen Schulen im ganzen Land ergaben. 

Viele Schulen verfügten zwar über eine Breitbandverbindung, aber nur 7,5 Prozent der Schulen besäßen Hochgeschwindigkeitsinternet. Die meisten Schulen sähen sich nicht, oder nur bedingt, in der Lage, Fernunterricht zu betreiben.

Die Verbände warfen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Montag schwere Versäumnisse vor. 

"Leitlinien und Qualitätskriterien für den Fernlernunterricht helfen in keiner Form, weil sie von den Schulen nicht erfüllt werden können", kritisierte Matthias Wagner-Uhl vom Verein für Gemeinschaftsschulen.

Eisenmann habe das Thema Digitalisierung sträflich vernachlässigt und müsse nun nacharbeiten.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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