Bawü-Innenminister Strobl regt personalisierte Tickets im Fußball an

Stuttgart - Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl regt personalisierte Tickets für Zuschauer im Profi-Fußball an, um Täter nach Schmähgesängen besser ermitteln zu können. 

Fans des FC Bayern München halten ein Banner mit der Aufschrift "Du Hurensohn!" gegen D. Hopp, Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim.
Fans des FC Bayern München halten ein Banner mit der Aufschrift "Du Hurensohn!" gegen D. Hopp, Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim.  © DPA/Tom Weller

"Es ist absolut inakzeptabel, wenn bei Fußballspielen Rassismus offen zutage tritt, wenn völlig unschuldige Menschen traktiert werden, nur weil sie anderer Herkunft oder Hautfarbe sind", teilte der CDU-Minister auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit.

Die Innenminister müssten auf ihrer Konferenz vom 17. bis zum 19. Juni in Erfurt darüber sprechen, ob Eintrittskarten für Fußballspiele in den Profiligen künftig nur noch personalisiert ausgegeben werden dürften. 

"Das Risiko, als Täter erwischt zu werden und spürbare strafrechtliche Sanktionen auferlegt zu bekommen, war und ist eines der besten Mittel, um Straftaten zu verhindern", sagte Strobl. Bislang könnten die Täter nur schwer ausgemacht werden.

Ende Februar hissten Fans des FC Bayern München bei der Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim immer wieder ein Banner mit der Aufschrift "Du Hurensohn!", das sich gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp richtete. (TAG24 berichtete

Nach mehreren Unterbrechungen demonstrierten die Spieler auf dem Platz und schoben minutenlang den Ball hin und her. 

Der Vorfall löste eine Debatte über Schmähungen im Fußball aus. 

Titelfoto: DPA/Tom Weller

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