Überm Bundes-Durchschnitt: So viele Menschen haben im Ländle einen Migrations-Hintergrund

Wiesbaden/Stuttgart - In Baden-Württemberg hat mehr als jeder dritte Einwohner einen Migrationshintergrund.

Mehr als 33 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg (im Bild: Die Stuttgarter Innenstadt) haben einen Migrationshintergrund.
Mehr als 33 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg (im Bild: Die Stuttgarter Innenstadt) haben einen Migrationshintergrund.  © Marijan Murat/dpa

Mit 3,7 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln im Südwesten lag der Anteil (33,8 Prozent der Bevölkerung) im vergangenen Jahr deutlich über dem deutschlandweiten Durchschnitt (26 Prozent), wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervorgeht.

Ein Migrationshintergrund liegt nach der Definition des Bundesamts vor, wenn man selbst nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde oder wenn dies bei mindestens einem Elternteil der Fall ist. 

47 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund im Südwesten sind Deutsche, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart mitteilte.

Mit 2,3 Millionen sind die meisten Menschen laut Landesamt selbst nach Deutschland eingewandert, der Großteil von ihnen (1,7 Millionen) kommt aus anderen europäischen Ländern.

Ein Hauptmotiv war für die Menschen, mit Familienangehörigen leben zu können. Eine wichtige Rolle spielte auch die Arbeitsperspektive.

Nach Zahlen des Bundesamts hatten 2019 deutschlandweit 21,2 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr lag den Angaben zufolge auf dem niedrigsten Niveau seit 2011.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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