Südwest-Außenhandel bricht ein: China wirkt aber als Mutmacher

Stuttgart - Der baden-württembergische Außenhandel ist im Corona-Jahr 2020 erwartungsgemäß eingebrochen.

Mitarbeiter mit Mundschutz arbeiten in einem Werk eines Unternehmens im März 2020, das mechanische und elektronische Produkte herstellt, in der "Qinhuangdao Economic and Technological Development Zone" in Qinhuangdao in der Nordchinesischen Provinz Hebei.
Mitarbeiter mit Mundschutz arbeiten in einem Werk eines Unternehmens im März 2020, das mechanische und elektronische Produkte herstellt, in der "Qinhuangdao Economic and Technological Development Zone" in Qinhuangdao in der Nordchinesischen Provinz Hebei.  © Yang Shiyao/Xinhua/dpa

Die Exporte von Unternehmen aus dem Südwesten gingen im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf einen Wert von nur noch 190,0 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Damit lag der Ausfuhrwert von Waren aus dem Südwesten erstmals seit dem Jahr 2016 wieder unter der Marke von 200 Milliarden Euro. Dennoch bleibt Baden-Württemberg das exportstärkste Bundesland vor Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sanken um 12,8 Prozent, bei den Exporten von Maschinen betrug das Minus 11,6 Prozent.

Fast alle wichtigen Zielländer importierten im vergangenen Jahr weniger als gewohnt aus baden-württembergischer Produktion. Eine Ausnahme bildete China: Ins zweitwichtigste Südwest-Zielland stiegen die Exporte sogar - und zwar um 3,8 Prozent auf 17,0 Milliarden Euro.

Die chinesische Wirtschaft war nach dem Beginn der Corona-Krise schnell wieder angesprungen, vor allem die großen deutschen Autohersteller profitierten im zweiten Halbjahr von guten Geschäften.

So kletterte der Wert der Exporte von Kraftwagen und Kraftwagenteilen nach China um satte 15,1 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro.

Titelfoto: Yang Shiyao/Xinhua/dpa

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