Tübinger Pandemiebeauftragte Federle: Test-Projekt teuer und aufwendig

Tübingen - Das Testen auf Corona-Infektionen muss aus Sicht der Tübinger Pandemiebeauftragten Lisa Federle mittelfristig an die Bürger übertragen werden.

Die Initiatorin des Modellprojekts "Öffnen mit Sicherheit", Notärztin Lisa Federle, steht in der Tübinger Innenstadt vor einer Corona-Schnelltest-Station und spiegelt sich in einer Scheibe.
Die Initiatorin des Modellprojekts "Öffnen mit Sicherheit", Notärztin Lisa Federle, steht in der Tübinger Innenstadt vor einer Corona-Schnelltest-Station und spiegelt sich in einer Scheibe.  © Tom Weller/dpa

Das bundesweit beachtete Modellprojekt in der Universitätsstadt sei sehr aufwendig und teuer.

Jeder Test an einer der neun Teststationen in Tübingen koste den Steuerzahler 15 Euro, sagte Federle am Samstag bei einer Online-Diskussionsveranstaltung der Bundesregierung, bei der Bürgerinnen und Bürger unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) Fragen stellen konnten.

Daher müsse man die Verantwortung für die Selbsttests "schon in die Hände der Bevölkerung geben".

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Tübingen testet seit knapp zwei Wochen, ob mehr Öffnungsschritte mit möglichst flächendeckendem Testen umsetzbar sind, ohne dass die Zahl der Corona-Fälle deutlich zunimmt. Menschen können in der Stadt kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt.

Mit dem Zertifikat können die als gesund getesteten Personen zum Beispiel in Modeläden einkaufen, zum Friseur oder auch in Theater und Museen gehen.

Auch in Tübingen stiegen die Corona-Zahlen zwar wieder, räumte Federle in der Video-Konferenz ein. Trotz der zahlreichen Tests sei der Anstieg aber nicht stärker als im Landesvergleich.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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