Ukrainekrieg und Inflation: Tafeln im Südwesten erleben Ansturm

Oberndorf - Die 147 Tafeln im Südwesten erleben angesichts des Russland-Ukraine-Kriegs und der Inflation einen Ansturm.

Die Tafeln im Südwesten haben noch nie so vielen bedürftigen Menschen geholfen wie derzeit.
Die Tafeln im Südwesten haben noch nie so vielen bedürftigen Menschen geholfen wie derzeit.  © Patrick Pleul/dpa

Wie Vorstandsmitglied Udo Engelhardt der Tageszeitung "Schwarzwälder Bote" (Montag) sagte, erhöhte sich die Zahl der Berechtigten für einen Einkauf bei den Tafeln um rund 50 Prozent auf etwa 225.000 Menschen.

Auf die Frage zu Aufnahmestopps an den einzelnen Tafeln für die Lebensmittelversorgung sagte Engelhardt der Zeitung: "Wir sind im Austausch mit allen Tafeln in Baden-Württemberg."

"Die Situation ist jeweils unterschiedlich: in größeren Städten wie Stuttgart oder Konstanz anders als in Schramberg oder Hornberg im Schwarzwald etwa." Aufnahmestopps werden demnach verhängt, falls viele Kunden gleichzeitig kommen und zahlreiche Kundenkarten nachgefragt werden.

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Engelhardt appellierte an die Politik, Berechtigte mehr zu unterstützen. "Auf lokaler Ebene muss es niederschwellige Anlaufstellen zur Beratung und zusätzlich Härtefallfonds geben, an die auch die Tafeln Hilfesuchende weiterverweisen können."

Die Tafeln könnten nicht die letzte Station der Hilfsangebote sein.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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