Ungeimpften drohen Kontaktbeschränkungen ab September

Stuttgart - In Baden-Württemberg drohen ungeimpften Erwachsenen schon Anfang September neue Kontaktbeschränkungen.

Corona-Geimpfte werden auch bei deutlich steigenden Inzidenzen wohl weiter ins Restaurant dürfen. (Symbolbild)
Corona-Geimpfte werden auch bei deutlich steigenden Inzidenzen wohl weiter ins Restaurant dürfen. (Symbolbild)  © Kay Nietfeld/dpa

Das Sozialministerium in Stuttgart will schnell gegensteuern, wenn - wie derzeit erwartet - immer mehr Covid-19-Patienten in Kliniken auf die Intensivstationen müssen.

Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn 200 bis 250 Intensivbetten belegt sind, erwägen wir erste Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Erwachsene zu erlassen."

Nach Prognosen des Landesgesundheitsamts könnten diese Grenzwerte schon Ende kommender Woche überschritten werden.

Illegal aus Brasilien herausgebracht? Streit um Dino-Fossil geht weiter
Baden-Württemberg Illegal aus Brasilien herausgebracht? Streit um Dino-Fossil geht weiter

Zu den geplanten Eingriffen sagte Lahl: "Das sind Maßnahmen, die man schon aus den Lockdowns der zweiten und dritten Welle kennt, etwa dass sich nur zwei Familien treffen dürfen."

Das Ministerium rechnet damit, dass ungefähr drei Millionen ungeimpfte Erwachsene im Land von diesen Einschränkungen betroffen wären.

Nach Ende der Schulferien wird mit deutlich mehr Intensivpatienten gerechnet

"In dieser Situation muss man als Landesregierung etwas machen. Ich sehe keine Alternative." Das Konzept müsse aber noch in der grün-schwarzen Regierung abgestimmt werden.

Vor allem wegen der Reiserückkehrer aus dem Ausland rechnet das Land mit stark steigenden Inzidenzen und deutlich mehr Intensivpatienten bis Mitte September, wenn die Schulferien enden.

"Wenn die Zahl von 300 Intensivbetten überschritten ist, könnten wir, so unsere Überlegungen, für einige Zeit 2G für Ungeimpfte einführen. Das würde bedeuten, dass nur noch Geimpfte oder Genesene ins Restaurant oder ins Konzert dürfen", erläuterte der Ministerialdirektor.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

Mehr zum Thema Baden-Württemberg: