Wälder leiden unter der Trockenheit und bekommen zunehmend Probleme

Stuttgart - Die Trockenheit trifft den Wald im Südwesten in diesem Jahr stärker als die Landwirtschaft.

Weil im Schönbuch: Vertrocknete Blätter liegen auf einem Waldboden, der von Rissen durchzogen ist.
Weil im Schönbuch: Vertrocknete Blätter liegen auf einem Waldboden, der von Rissen durchzogen ist.  © Sebastian Gollnow/dpa

"In der Landwirtschaft haben wir regional durchaus Probleme, aber nicht so dramatisch wie im Hitzejahr 2018", sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (59, CDU) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. 

Anders beim Wald: "Für die Wälder ist es das dritte Jahr Trockenheit in Folge. Das Grundwasser ist abgesunken, die tiefer wurzelnden Bäume werden nicht mehr ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt."

Über die Situation freut sich nur einer: der Borkenkäfer, denn er hat mit den geschwächten Bäumen leichtes Spiel. 

"Haben die Bäume genug Wasser, sind sie insgesamt widerstandsfähiger und können außerdem ausreichend Harz bilden, das den Käfer ersäuft. Wenn nicht, bohren sich Zehntausende Käfer unter die Rinde. Dann ist der Tod des Baumes besiegelt", sagte Hauk.

Die Forstwirtschaft reagiert, indem neue Baumarten gepflanzt werden, die mit Trockenheit besser zurechtkommen. Das aber dauert lange.

Kurzfristig gebe es keine Hilfe, stellte der Minister klar. "Da kann man nur hoffen. Hoffen, dass es mal wieder auskömmlich regnet."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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