Warnstreiks im Nahverkehr von Karlsruhe und Baden-Baden

Karlsruhe/Baden-Baden/Göppingen - Beschäftigte der Verkehrsbetriebe in Karlsruhe und in Baden-Baden sind an diesem Freitag (ab 10 Uhr) zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Beschäftigte der Verkehrsbetriebe in Karlsruhe und in Baden-Baden streiken. (Symbolbild)
Beschäftigte der Verkehrsbetriebe in Karlsruhe und in Baden-Baden streiken. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Die Gewerkschaft Verdi will mit den Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verleihen. 

Sie fordert für die rund 8600 Beschäftigten der acht Betriebe im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg unter anderem Entlastungstage, deutlich bessere Überstundenregelungen sowie die Anhebung des Urlaubsgeldes. 

Insgesamt werden in den Verkehrsunternehmen weit über eine Million Kunden pro Tag befördert.

In der kommenden Woche weitet Verdi die Warnstreiks auch auf Krankenhäuser und Kitas aus.

Der Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben findet im Rahmen der Manteltarifrunde im kommunalen Nahverkehr TV-N Baden-Württemberg statt. 

Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV BW) verurteilte die Warnstreiks als "aus der Spur geraten". 

Die finanziellen Einbrüche bei den Betrieben seien an den Verdi-Verhandlern wohl spurlos vorbeigegangen. 

Die Aktionen in Pandemie-Zeiten seien nicht nachvollziehbar.

Update 12 Uhr: Bus- und Straßenbahnfahrer in Karlsruhe und Baden-Baden im Warnstreik

In Karlsruhe und Baden-Baden haben am Freitag wegen eines Warnstreiks zahlreiche Fahrgäste vergeblich auf Busse und Straßenbahnen gewartet. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hatten 1000 Beschäftigte der Verkehrsbetriebe in beiden Städten ab 10 Uhr die Arbeit niedergelegt. Betroffen gewesen seien Zehntausende von Fahrgästen. 

Am kommenden Dienstag soll es in allen Verkehrsunternehmen im Land Warnstreiks geben. Sie befördern über eine Million Kunden pro Tag.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV BW) verurteilte die Warnstreiks als «aus der Spur geraten». Die finanziellen Einbrüche bei den Betrieben seien wohl an den Verdi-Verhandlern spurlos vorbeigegangen. Deren Forderungen würden auf eine Erhöhung der Lohn- und Gehaltssumme von bis zu 25 Prozent bei den ÖPNV-Unternehmen hinauslaufen.

Für Montag hat Verdi zu Warnstreiks in Kitas und in der Schulkindbetreuung in Stuttgart aufgerufen. Ab Dienstag soll auch in Kliniken im Kreis Göppingen und in Rastatt die Arbeit niedergelegt werden. 

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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