Benzinzufuhr manipuliert: Geplanter Anschlag auf Brandenburger Polizeiwagen beim G7-Gipfel?

Potsdam - Unbekannte haben beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau bei einem Fahrzeug der Brandenburger Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Benzinzufuhr manipuliert.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Einsatz.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot beim G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Einsatz.  © Angelika Warmuth/dpa

Noch an diesem Donnerstag werde Strafanzeige gestellt, sagte die GdP-Landesvorsitzende Anita Kirsten der Deutschen Presse-Agentur.

Der Wagen war für die ehrenamtlichen Gewerkschaftskollegen angemietet worden, die ihre Kollegen vor Ort beim G7-Gipfel unterstützten. Darunter waren Kirsten zufolge auch junge Polizeianwärter und Senioren.

Auf der Rückfahrt am Mittwoch hatten die zwei Fahrzeuge des Einsatzbetreuerteams einen Tankstopp eingelegt. In der Potsdamer Innenstadt fiel einem Radfahrer an einem der Fahrzeuge auslaufender Kraftstoff auf.

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Die Insassen stoppten den Wagen und riefen nach kurzer Begutachtung die Feuerwehr. "Das Benzin kam dann schwallartig aus dem Auto", berichtete Kirsten.

Der Wagen wurde abgeschleppt und auf einer Hebebühne untersucht. Dabei sei festgestellt worden, dass "ganz offensichtlich" an der Abdeckung manipuliert worden ist, die den Unterboden und die Benzinzufuhr schützt. "Wenn die Kollegen auf der Autobahn Benzin verloren hätten, wären sie als brennende Fackel gefahren, das will ich mir gar nicht vorstellen", sagte Kirsten.

Angesichts der Umstände müsse man von einem geplanten Anschlag ausgehen, hatte auch der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow ausgeführt. Die Kollegen seien nun bundesweit sensibilisiert worden, sagte Kirsten. "Es ist erschreckend, wie gewaltbereit Menschen gegenüber Rettungskräften und Polizisten sind, wenn man Angst um sein Leben haben muss."

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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