Tausende müssen ihre Häuser verlassen: Weltkriegsbombe soll in Lehnitz entschärft werden

Oranienburg - Wegen Entschärfung einer 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Oranienburger Ortsteil Lehnitz müssen am Mittwoch (bis 8 Uhr) rund 5500 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen.

Eine entschärfte Weltkriegsbombe amerikanischer Bauart liegt in Oranienburg auf einer Transportpalette auf dem Boden. (Archivbild, Symbolbild)
Eine entschärfte Weltkriegsbombe amerikanischer Bauart liegt in Oranienburg auf einer Transportpalette auf dem Boden. (Archivbild, Symbolbild)  © Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa

Die Bombe amerikanischer Bauart mit einem chemischen Langzeitzünder liegt in viereinhalb Metern Tiefe.

Ein Sperrkreis von 1000 Metern ist um den Fund eingerichtet worden.

Da er sich in direkter Nähe zur Havel befindet, mussten Spundwände gesetzt und das Grundwasser abgesenkt werden.

Es ist die 212. Bombe, die seit 1990 in Oranienburg entschärft oder neutralisiert werden musste.

Die Deutsche Bahn kündigte von 8 bis etwa 15 Uhr Fahrplanänderungen und Zugausfälle im Regional- und S-Bahnverkehr an.

Betroffen sind unter anderem Züge der Linien RE5 Rostock/Stralsund-Berlin–Elsterwerda und RB20 Potsdam Hbf-Oranienburg.

Die S-Bahn-Linie S1 Oranienburg-Wannsee wird ab etwa 8 Uhr zwischen Oranienburg und Birkenwerder unterbrochen. Busse fahren im Ersatzverkehr.

Die Bombe soll am Mittwochmittag entschärft werden (Symbolbild).
Die Bombe soll am Mittwochmittag entschärft werden (Symbolbild).  © dpa/zb/Julian Stähle

Update, 9.45 Uhr: In Lehnitz haben am Mittwochmorgen die Vorbereitungen zur Entschärfung begonnen. Der Sperrkreis sei seit 8 Uhr aktiv, teilte die Stadtverwaltung der Stadt Oranienburg im Internet mit. 94 Einsatzkräfte von der Feuerwehr seien vor Ort, hinzu kommen technische Einsatzkräfte sowie Polizei und Ordnungsamt. Danach haben die Kontrollen des Sperrkreises auf Unbefugte begonnen.

Zur Unterstützung will die Polizei ein Drohnenkommando einsetzen, das den Sperrbereich mittels Wärmebildkamera nach etwaigen Personen absucht. Da sich der Sperrkreis in direkter Nähe zur Havel befindet, mussten außerdem Spundwände gesetzt und das Grundwasser abgesenkt werden.

Die Stadt rechnete nach eigenen Angaben damit, dass die Kontrollen zwischen 10 und 11 Uhr abgeschlossen sein werden. Anschließend sollte mit den Entschärfungsarbeiten begonnen werden. Mit einer Aufhebung des Sperrkreises wird gegen 15 Uhr gerechnet, hieß es weiter.

Titelfoto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa

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