Brandenburgs SPD-Fraktionschef Erik Stohn kritisiert anti-israelische Demonstrationen

Potsdam - Der Vorsitzende der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion, Erik Stohn (37), sieht die anti-israelischen Demonstrationen in Deutschland mit großer Sorge.

Erik Stohn (37), SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht auf der Sondersitzung des Landtages.
Erik Stohn (37), SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht auf der Sondersitzung des Landtages.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Sie seien leider mehr als politische Meinungsäußerungen, erklärte Stohn am Samstag. "Wer Synagogen angreift, israelische Fahnen verbrennt und Juden beleidigt, der handelt antisemitisch", sagte er. "Wir werden antisemitisches Verhalten niemals tolerieren."

Das jüdische Leben gehöre in die Mitte der Gesellschaft. Um das deutlich zu machen, sollte Brandenburg gerade jetzt seine Verfassung ändern und die Bekämpfung von Antisemitismus als Staatsziel aufnehmen. Für Antisemitismus sei in Brandenburg kein Platz.

Nach der gewaltsamen Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der palästinensischen Hamas hatte es in mehreren Städten in Deutschland antisemitische und anti-israelische Demonstrationen gegeben.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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