Eishochwasser auf der Oder: Gefahr scheint gebannt zu sein

Bad Freienwalde (Oder) - Die Lage durch das Eishochwasser an der Oder in Brandenburg ist nach Angaben von Umweltminister Axel Vogel (64, Grüne) nicht bedrohlich.

Ein deutscher (l.) und ein polnischer Eisbrecher sind auf der Oder im Einsatz.
Ein deutscher (l.) und ein polnischer Eisbrecher sind auf der Oder im Einsatz.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

"Die neuen Deiche sind auf eine solche Situation ausgelegt", sagte er am Freitag nach einem Besuch am Oderpegel Hohensaaten-Finow (Landkreis Märkisch-Oderland). "Wir erwarten keine Extremsituation".

Die Lage sei beherrschbar, auch wenn die Alarmstufe 3 nur knapp verfehlt worden sei. In diesem Fall müsste der Landkreis Katastrophenalarm ausrufen, sagte Vogel. Zuletzt gab es 2018 Eishochwasser auf der Oder.

Das durch Dauerfrost entstandene Treibeis auf der Oder ließ die Wasserstände in den vergangenen Tagen um 150 Zentimeter im Bereich Schwedt und 220 Zentimeter im Bereich Hohensaaten ansteigen.

Seit 14. Februar 2021 gilt am Oderpegel Hohensaaten-Finow die zweithöchste Alarmstufe 2. Aktuell liegt der Wasserstand dort 14 Zentimeter unter dem Richtwert für die Alarmstufe 3.

Deutsche und polnische Eisbrecher seien im Einsatz, sagte Vogel. Schon bis hinter Schwedt sei das Eis aufgebrochen.

Deutsche und polnische Eisbrecher befreien die Oder derzeit vom Eis

"Bis nächste Woche ist das erledigt", sagte der Minister. Zu sehen seien aber bereits Schäden an Uferrändern, die durch die Eisblöcke und -schollen angerichtet wurden, die sich auftürmten und bewegten.

Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt vom Freitag sind die Pegel Schwedt Schleuse und Oderbrücke sowie Stützkow nach dem Eisaufbruch bis zu 100 Zentimeter gefallen.

Durch Bewegungen oder Verschiebungen des Eises könne es auch weiterhin schnelle Wasserstandsanstiege geben, hieß es.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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