Ford stürzt Böschung auf A9 hinunter: Fünf verletzte US-Soldaten

Klein Marzehns (Potsdam-Mittelmark) - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A9 bei Klein Marzehns in Brandenburg sind am Samstagnachmittag fünf US-Soldaten verletzt worden, drei davon schwer.

Ein Feuerwehrmann blickt die Böschung hinunter, wo der völlig zerstörte Ford auf dem Dach liegt.
Ein Feuerwehrmann blickt die Böschung hinunter, wo der völlig zerstörte Ford auf dem Dach liegt.  © Julian Stähle

Nach TAG24-Information soll sich der Unfall gegen 17 Uhr während eines schweren Hagelschauers zugetragen haben.

Demnach sei ein Ford, der dem Fuhrpark der US-Streitkräfte angehören soll, in Richtung Leipzig unterwegs gewesen.

Auf der rutschigen Fahrbahn habe der Fahrer die Kontrolle über das Auto verloren und sei nach rechts von der Straße abgekommen.

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Dabei habe der Wagen zunächst ein großes Verkehrsschild gerammt, dann einen Zaun durchbrochen, sich überschlagen und sei schließlich eine etwa 20 Meter tiefe Böschung hinab gestützt, wo das Wrack auf dem Dach zum Liegen kam.

Glücklicherweise hatten vorbeifahrende Autos das Unglück beobachtet und umgehend die Rettungskräfte alarmiert, da der Unfallort ansonsten nur schwer einzusehen gewesen wäre.

Mitarbeiter der Feuerwehr untersuchen das Wrack.
Mitarbeiter der Feuerwehr untersuchen das Wrack.  © Julian Stähle

Aufgrund des steilen Geländes gestaltet sich die Bergung der verletzten Soldaten schwierig

Das Hab und Gut der US-Soldaten konnte geborgen werden und steht auf der Straße.
Das Hab und Gut der US-Soldaten konnte geborgen werden und steht auf der Straße.  © Julian Stähle

Dennoch habe sich die Rettung sehr schwierig gestaltet. Zwar hätten sich die Soldaten aus eigener Kraft, aus dem völlig zerstörten Ford befreien können, jedoch habe das extrem steile Gelände die Rettungsmaßnahmen erschwert.

"Es war ungewöhnlich, dass der Pkw so tief unten lag. Er war dadurch für uns nur schwer zu erreichen, da es sehr steil war und wir mit Leitern arbeiten mussten. Nur mit großem Personalaufwand war es möglich, die Leute liegend zu den Rettungswagen zu bekommen", berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Tobias Grabo.

Zwei Rettungshubschrauber sollen ebenfalls zum Einsatz gekommen sein. Nach der Bergung wurden die verletzten Soldaten in umliegende Krankenhäuser transportiert.

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Im Anschluss sei das Wrack mittels einer Seilwinde geborgen worden. Daher sei die Autobahn für rund drei Stunden gesperrt gewesen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an.

Titelfoto: Julian Stähle

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