Geflügelpest in Putenmast ausgebrochen: Rund 16.000 Tiere mussten getötet werden

Potsdam - Der gefährliche Geflügelpesterreger H5N8 ist in einem gewerblichen Nutzgeflügelbestand in Brandenburg ausgebrochen.

Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft. (Symbolbild)
Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft. (Symbolbild)  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Etwa 16.000 Puten mussten auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes im Landkreis Prignitz getötet werden, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Sonntagabend mitteilte.

Es ist der zweite Fall in einem Nutzgeflügelbestand innerhalb weniger Wochen.

Der Erreger war Ende Dezember in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße bestätigt worden. Zudem wurde das Virus bislang bei einigen Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen.

Das nationale Referenzlabor (Friedrich-Loeffler-Institut) bestätigte, dass es sich um die hochpathogene Variante des Virus handelt.

"Die Ursache für die Infektion wird derzeit ermittelt", sagte Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (63, Grüne). "Dieser erneute Fall zeigt: Die Seuchensituation ist weiterhin sehr angespannt."

Die Infektionskrankheit kommt vor allem bei Wasservögeln vor. Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet – teilweise bis zu 100 Prozent.

Für Menschen gilt der Erreger als ungefährlich. Die Geflügelpest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird daher staatlich bekämpft.

Titelfoto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Brandenburg:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0