Jänschwalde: Vom klimaschädlichen Tagebau zum umweltfreundlichen Solarpark

Cottbus - Mit dem Kohleausstieg will das Energieunternehmen Leag umsteuern und ehemalige Bergbauflächen auch für die Erzeugung von Solarenergie nutzen - die Planungen für den Energiepark Bohrau nehmen nun Fahrt auf.

Bis 2038 muss im Tagebau Jänschwalde mit der Energiegewinnung aus Braunkohle Schluss sein.
Bis 2038 muss im Tagebau Jänschwalde mit der Energiegewinnung aus Braunkohle Schluss sein.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben am Mittwoch dafür mit den Landwirtschaftsbetrieben Bauern AG Neißetal und der Agrargenossenschaft eG Heinersbrück einen Vertrag über die Nutzung solcher Flächen im Tagebau Jänschwalde für die Errichtung von Photovoltaikanlagen abgeschlossen.

Die Fläche war für die Landwirtschaft rekultiviert worden und soll nun zudem für die Erzeugung von Solarenergie genutzt werden, wie es von der Leag hieß.

Der Bau des Energieparks soll im Jahr 2023 beginnen, ein Jahr später soll die Anlage in Betrieb gehen. Nach Aussage von Leag-Sprecher Thoralf Schirmer wäre es einer der größten Solarparks in Deutschland.

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Auch mit dem Kauf von weiteren Windenergieanlagen will das Energieunternehmen Leag den Umbau von der Kohleverstromung hin zu erneuerbaren Energien vorantreiben.

Ab 2023 soll auf dem Gebiet des Tagebaus Jänschwalde ein großer Solarpark errichtet werden

Auf dem Gebiet des Tagebaus Jänschwalde soll ab 2023 ein großer Energiepark entstehen, ähnlich wie hier in Mecklenburg-Vorpommern.
Auf dem Gebiet des Tagebaus Jänschwalde soll ab 2023 ein großer Energiepark entstehen, ähnlich wie hier in Mecklenburg-Vorpommern.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das Energieunternehmen stellt sich auf die Umsetzung des Kohle-Ausstiegs ein. Spätestens 2038 muss laut Bundesregierung zum Schutz des Klimas ganz Schluss sein mit der Stromgewinnung aus Kohle.

Zum Ausgleich bekommen Energieunternehmen wie Leag Milliarden-Entschädigungen vom Staat.

So gibt es in Forst-Briesnig das erste Windparkprojekt. Geplant sind dort 17 Windräder. Dafür soll eine Rekultivierungsfläche des Tagebaus Jänschwalde von etwa 320 Hektar genutzt werden.

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Ein entsprechender Genehmigungsantrag ist beim Landesamt für Umwelt eingereicht worden. Die Inbetriebnahme des neuen Windparks ist für Ende 2023 oder Anfang 2024 geplant.

Er soll etwa 270.000 Megawattstunden Strom im Jahr einspeisen. Das entspricht dem Jahresstrombedarf von 77.000 Drei-Personen-Haushalten.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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