Jan Redmann warnt nach Wahl in Sachsen-Anhalt: CDU habe keinen Anlass, "die Hände in den Schoß zu legen"

Potsdam - Der Brandenburger CDU-Fraktionschef Jan Redmann (41) hat nach dem Wahlerfolg seiner Partei in Sachsen-Anhalt davor gewarnt, sich auf diesem Ergebnis auszuruhen.

Jan Redmann (41), Fraktionsvorsitzender der CDU Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz. (Archivbild)
Jan Redmann (41), Fraktionsvorsitzender der CDU Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz. (Archivbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Damit würde man es sich ein bisschen zu leicht machen, sagte der Politiker am Montag im Inforadio des rbb. "(...) Für die Bundestagswahl werden die Karten aber nochmal neu gemischt. Und da muss ja der Wahlkampf auch erstmal losgehen. Insofern darf man dieses Ergebnis, glaube ich, auch nicht überbewerten - im eigenen Interesse." Die CDU habe keinen Anlass, "die Hände in den Schoß zu legen".

Die CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff (67) hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit überraschend großem Vorsprung gewonnen - und damit dreieinhalb Monate vor der Bundestagswahl auch dem CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet (60) Rückenwind verschafft.

Die AfD behauptete sich nach dem vorläufigen Ergebnis trotz leichter Verluste als zweitstärkste Kraft. Die Grünen legten nur leicht zu. SPD und Linke rutschten auf neue Tiefstände ab. Die FDP kehrt nach zehn Jahren in den Landtag zurück.

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Redmann hat in der ostdeutschen CDU einen neuen selbstbewussten Ton ausgemacht. Zu diesem Ton gehöre die glasklare Abgrenzung nach rechts außen, so Redmann. Er halte nichts davon, Themen der Parteien und die bestehenden inhaltlichen Unterschiede "zuzukleistern".

Sie sollten eher deutlicher herausgestellt werden, "denn das ist das, was, glaube ich, der AfD am wirksamsten schadet."

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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