Komasaufen bei Brandenburger Jugendlichen weiter in Mode

Potsdam - Die Zahl junger Menschen in Brandenburg, die wegen einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, ist nach wie vor auf hohen Niveau.

Zwei Jugendliche halten einen Schlauch mit aufgesetztem Trichter fest, mit dem man in kurzer Zeit große Mengen Alkohol zu sich nehmen kann. Das sogenannte Komasaufen ist unter Jugendlichen in Brandenburg nach wie vor in Mode. (Symbolfoto)
Zwei Jugendliche halten einen Schlauch mit aufgesetztem Trichter fest, mit dem man in kurzer Zeit große Mengen Alkohol zu sich nehmen kann. Das sogenannte Komasaufen ist unter Jugendlichen in Brandenburg nach wie vor in Mode. (Symbolfoto)  © Uwe Anspach/dpa

524 Kinder und Jugendliche tranken sich 2019 in Rausch, wie die Krankenkasse DAK am Mittwoch mitteilte. Sie bezog sich auf jüngste Angaben des Landesamtes für Statistik. Die Zahl sei im Vergleich zu 2018 leicht um knapp ein Prozent gesunken, hieß es.

"Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene", sagte Anke Grubitz, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Brandenburg.

Aus Sicht von Fachleuten ist eine Aufklärung über die Risiken des sogenannten Komasaufens weiterhin geboten. Schülerinnen und Schüler sollten offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden.

Bei der Kampagne "bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen" werden sie selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.

Die Aktion läuft mittlerweile seit zwölf Jahren. In dem bundesweiten Wettbewerb werden Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln.

Die Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch hatte bislang mehr als 110.000 Teilnehmer. Einsendeschluss ist der 30. April.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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