"Zuhause lernen sie nichts": Eltern schicken ihre Kinder trotz freier Wahl in die Schule

Aktualisiert: 29. November, 15.16 Uhr

Brandenburg - Die seit Montag in vielen Jahrgangsstufen ausgesetzte Präsenzpflicht in den Schulen wegen der angespannten Corona-Lage wird nach Einschätzung des Bildungsministeriums zunächst nur von wenigen Schülern genutzt.

In einigen Klassenstufen Brandenburgs müssen die Schüler nicht mehr in den Unterricht kommen - die Präsenzpflicht wird teilweise ausgesetzt. (Symbolbild)
In einigen Klassenstufen Brandenburgs müssen die Schüler nicht mehr in den Unterricht kommen - die Präsenzpflicht wird teilweise ausgesetzt. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

"Nach unserer Einschätzung haben nur einige Eltern von dem Recht Gebrauch gemacht, ihre Kinder zuhause zu lassen", sagte Ministeriumssprecherin Ulrike Grönefeld am Montag. Bei den vier Schulämtern seien dazu nicht viele Anfragen eingegangen.

"Das zeigt, es ist kein großes Aufregerthema und die Abläufe funktionieren", meinte Grönefeld. Die Ergebnisse einer Abfrage bei zahlreichen Schulen zum Präsenzunterricht lägen erst am Dienstag vor.

Der Vorsitzende des Landeselternrats, René Mertens, sprach von einer klaren Entscheidung der meisten Eltern.

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Abfragen bei einigen Schulen hätten ergeben, dass jeweils nur eine Handvoll Schüler zuhause geblieben sei. "Die Eltern wollen ihre Kinder in der Schule haben, denn zuhause lernen sie nichts", sagte Mertens.

Brandenburg habe seit eineinhalb Jahren gezeigt, dass es Distanzunterricht nicht kann. "Daher muss man die Schulen mit täglichen Tests, Luftfiltern und dem ganzen Programm zu sicheren Orten machen", forderte Mertens.

In vielen Klassenstufen dürfen Eltern ihre Kinder zuhause lassen

Die Eltern von Kindern der Klassen 1 bis 5, 7 und 8 sowie die Jahrgangsstufen 5 und 6 der Leistungs- und Begabtenklassen und der Förderschulen können seit Montag entscheiden, ob ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt oder nicht.

Die Präsenzpflicht gilt dagegen weiter für Schüler der Klassen 6, 9 und 10 sowie für die der gymnasialen Oberstufe und der Oberstufenzentren.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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