Gewerkschaft fordert Impfung aller Lehrkräfte: "Unverzichtbare Voraussetzung"

Potsdam - Vor der Wiederöffnung der Schulen am kommenden Montag fordern die Lehrergewerkschaft GEW und der Hauptpersonalrat eine Ausweitung der Impfangebote für Lehrkräfte.

Ein Lehrer wird gegen Corona geimpft. Vor der Wiederöffnung der Schulen in Brandenburg fordert die GEW ein Impfangebot für alle Lehrer.
Ein Lehrer wird gegen Corona geimpft. Vor der Wiederöffnung der Schulen in Brandenburg fordert die GEW ein Impfangebot für alle Lehrer.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

"Weder erhalten alle Lehrkräfte ein Impfangebot, noch sind die Regelungen zur regelmäßigen freiwilligen Testung in den Schulen vorhanden", sagte GEW-Chef Günther Fuchs am Dienstag - und kritisierte die Landesregierung scharf.

Es sei ein politischer Skandal, dass es noch immer kein verlässliches Testkonzept für die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gebe.

Sollte die Impf- und Teststrategie vor der Ausweitung der Unterrichtsangebote nicht entsprechend angepasst werden, handele das Brandenburger Bildungsministerium "grob fahrlässig".

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Das Impfangebot für die Lehrkräfte sei eine "unverzichtbare Voraussetzung für die weitere Öffnung der Schulen durch Wechselmodelle", sagte Fuchs weiter. Ohne die Möglichkeit, sich durch eine Impfung vor einer Infektion schützen zu können, bestehe für die Lehrer ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko.

"Jedem muss klar sein, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist und somit leichtfertig mit der Gesundheit der betroffenen Lehrkräfte umgegangen wird."

Der Haushaltsausschuss des Landtags wollte am Dienstag über Mittel für eine Ausweitung der Corona-Tests an Schulen beraten. CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann (41) sagte, der Ausschuss wolle 28 Millionen Euro freigeben. Das sei ein Beitrag, damit das Infektionsrisiko ab 15. März - wenn der Wechselunterricht auch für weiterführende Schulen beginne - überschaubar bleibe.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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