Mahnmal für den Zweiten Weltkrieg: "Kessel von Klessin" wird zu Gedenk- und Erinnerungsort

Klessin (Märkisch-Oderland) - Nahe des Oderbruch-Örtchens Klessin entsteht ein Gedenk- und Erinnerungsort, der über die schweren Kämpfe des Zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1945 informieren soll.

Ein verrosteter Stahlhelm liegt bei Klessin in einer ehemaligen Wehrmachtsstellung. Der einstige Kriegsschauplatz soll ab 2022 als Gedenk- und Erinnerungsort dienen.
Ein verrosteter Stahlhelm liegt bei Klessin in einer ehemaligen Wehrmachtsstellung. Der einstige Kriegsschauplatz soll ab 2022 als Gedenk- und Erinnerungsort dienen.  © Maurizio Gambarini dpa

Der Heimatverein aus dem benachbarten Wuhden (Märkisch-Oderland) und der Hamburger Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa (VBGO) haben dafür einen authentischen Kriegsschauplatz gewählt, der als "Kessel von Klessin" in die Kriegshistorie einging.

In den vergangenen zehn Jahren wurde das Gelände des ehemaligen Gutes beräumt, das zu DDR-Zeiten als Müllhalde für einen angrenzenden Agrarbetrieb diente.

Seit 2005 wurden insgesamt 237 gefallene deutsche Soldaten und Soldaten der Roten Armee geborgen, die bei den Kämpfen um Klessin ums Leben kamen.

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"Das sechs Hektar große Gelände ist das inzwischen am besten dokumentierte Kampfgebiet aus dem Zweiten Weltkrieg im Oderbruch", sagt VBGO-Vorsitzender Albrecht Laue.

Das Oderbruch ist bekannt für die schwersten Kämpfe des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden.

Am 6. Mai 2022 wird der Gedenk- und Erinnerungsort Klessin feierlich eingeweiht.

Titelfoto: Maurizio Gambarini dpa

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