Nach Bluttat in Wohnheim mit vier Toten: Potsdam hält Gedenkgottesdienst für Opfer ab

Potsdam - Mit einem Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche wollen die Stadt Potsdam und die diakonische Einrichtung Oberlinhaus am Donnerstag an die Opfer der Gewalttat in einem Behinderten-Wohnheim erinnern.

Blumen, Kerzen und Plakate liegen vor dem Eingang zum Wohnheim des diakonischen Anbieters Oberlinhaus. Am Donnerstag gedenken die Stadt Potsdam und die Einrichtung mit einem Gottesdienst der Opfer der Gewalttat vom vergangenen Mittwoch.
Blumen, Kerzen und Plakate liegen vor dem Eingang zum Wohnheim des diakonischen Anbieters Oberlinhaus. Am Donnerstag gedenken die Stadt Potsdam und die Einrichtung mit einem Gottesdienst der Opfer der Gewalttat vom vergangenen Mittwoch.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Zu dem Gottesdienst am Donnerstagabend (18 Uhr) seien neben Angehörigen der Opfer und Bewohnern des Heims auch Potsdamer Bürger nach vorheriger Anmeldung eingeladen, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Um 19 Uhr sollen zum Gedenken an die Opfer die Glocken aller Potsdamer Kirchen läuten.

"Angesichts der traurigen und unfassbaren Ereignisse vom 28. April und der tiefen Verwurzelung des Oberlinhaus in unserer Stadt wollen wir den Potsdamerinnen und Potsdamern die Gelegenheit geben, gemeinsam zu trauern", sagt Oberbürgermeister Mike Schubert (48, SPD).

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Neben Schubert und Fichtmüller wollen auch Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) und der Bundesbeauftragte für Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel (56), an dem Gedenken mitwirken.

Der Besuch in der Kirche ist auf 140 Plätze begrenzt. Vor der Nikolaikirche besteht die Möglichkeit sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Der Gottesdienst wird auch per Livestream übertragen.

In dem Behinderten-Wohnheim des Oberlinhauses waren am Mittwoch vergangener Woche vier Bewohner getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt worden. Als Tatverdächtige wurde eine 51-jährige Pflegekraft festgenommen.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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