Hilfe nach Hochwasser-Drama: Brandenburg schickt Hubschrauber ins Katastrophengebiet

Von Oliver von Riegen und Gudrun Janicke

Potsdam/Mainz - Nach den schweren Unwettern mit mehreren Todesopfern schickt Brandenburg einen Spezialhubschrauber zur Hilfe ins Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz.

Das rheinland-pfälzische Dorf Insul ist weitgehend überflutet und zerstört worden. Nach den schweren Unwettern entsendet Brandenburg einen Spezialhubschrauber in das Hochwassergebiet.
Das rheinland-pfälzische Dorf Insul ist weitgehend überflutet und zerstört worden. Nach den schweren Unwettern entsendet Brandenburg einen Spezialhubschrauber in das Hochwassergebiet.  © Boris Roessler/dpa

Damit reagiert das Land nach Angaben des Innenministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus Rheinland-Pfalz.

"Natürlich helfen wir sofort, wo es nur geht", sagte Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (61, CDU) am Donnerstag.

Die nächsten Stunden seien entscheidend. "Ich hoffe, dass wir zum Schutz der Menschen in der Region beitragen können."

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Der Polizeihubschrauber mit drei Personen Besatzung ist mit einer speziellen Seilwinde zur Bergung und Rettung ausgerüstet.

Mindestens fünf Menschen kamen nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministeriums bei den Fluten im Kreis Ahrweiler ums Leben, 50 bis 70 Menschen wurden in der Katastrophenregion zunächst vermisst.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm waren wegen der Überflutungen mehrere Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sichert Hilfe zu und erinnert an große Oderflut

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Unterstützung nach den heftigen Unwettern zugesichert.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Unterstützung nach den heftigen Unwettern zugesichert.  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hat den Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Unterstützung nach den heftigen Unwettern zugesichert.

"Die Lage ist für die betroffenen Menschen dramatisch. Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind bei den Familien der Opfer und der Vermissten", betonte Woidke in einer Mitteilung am Donnerstag. Die Brandenburger wüssten aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühle, Haus und Hof zu verlieren.

"Auch heute – fast 25 Jahre nach der großen Oderflut und den folgenden Hochwassern an der Elbe – schmerzt die Erinnerung daran noch immer", sagte er.

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Brandenburg sei bereit, die Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu unterstützen, wenn Hilfe benötigt werde.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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