Rehkitz-Rettung in Brandenburg: Mit Drohne und Wärmebildkamera auf der Suche nach Bambi

Dallgow-Döberitz – In Brandenburg werden Grünfutterfelder vor der Mahd jetzt verstärkt mit Drohnen abgesucht.

Ein Rehkitz wurde von Helfern des Vereins Rehkitzrettung Brandenburg e.V. am frühen Morgen in einer Wiese in der Uckermark zum Schutz vor dem Mähwerk in eine Kiste gesperrt.
Ein Rehkitz wurde von Helfern des Vereins Rehkitzrettung Brandenburg e.V. am frühen Morgen in einer Wiese in der Uckermark zum Schutz vor dem Mähwerk in eine Kiste gesperrt.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Die daran befestigte Wärmekamera hilft, im hohen Gras versteckte Rehkitze, Feldhasen oder auch Gelege von Bodenbrütern aufzuspüren.

Die Tiere werden aus der Gefahrenzone geholt, bevor sie ins Mähwerk der Landmaschinen geraten können und sterben. Initiator dieser Naturschutzmaßnahme ist der Verein "Rehkitzrettung Brandenburg" aus Dallgow-Döberitz (Havelland).

Die Mitglieder sind bereits seit drei Jahren mit Drohnen auf der Suche nach Jungtieren und kooperieren dafür immer häufiger mit Jägern und Landwirten.

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Allein im vergangenen Jahr konnten 52 Rehkitze auf Brandenburger Feldern mit Drohne und Wärmebildkamera entdeckt und gerettet werden. Nach der Mahd werden die Jungtiere wieder an der Stelle ausgesetzt, an der sie gefunden wurden.

Der Brandenburger Landesjagdverband hat jetzt ein brandenburgweites Verzeichnis ehrenamtlicher Rehkitz-Retter auf seine Internetseite gestellt und sucht weitere Drohnenpiloten.

Zwei Dutzend freiwillige Helfer konnten demnach bereits gefunden werden.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

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