Todes-Drama in Königs Wusterhausen: Familienvater hinterlässt Abschiedsbrief

Königs Wusterhausen - Eine tödliche Gewalttat erschüttert das brandenburgische Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald): Beamte der Polizei haben am Samstag fünf Bewohner eines Hauses im Ortsteil Senzig mit Schuss- und Stichverletzungen tot aufgefunden. Nun kommen weitere Details ans Licht.

Noch sind nach dem Tod der Familie in dem Einfamilienhaus in Senzig, einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald, viele Fragen offen.
Noch sind nach dem Tod der Familie in dem Einfamilienhaus in Senzig, einem Ortsteil der Stadt Königs Wusterhausen im Landkreis Dahme-Spreewald, viele Fragen offen.  © Fabian Sommer/dpa

Der Familienvater habe einen Abschiedsbrief hinterlassen, wie Bild unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Gernot Banthleon berichtet.

Nähere Angaben zum Inhalt machte das Blatt nicht. Die genauen Umstände und Hintergründe eines möglichen erweiterten Suizids sind demnach unbekannt.

"Wir können zurzeit nichts ausschließen", wird Banthleon zitiert. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Sicher ist: Derzeit läge kein Tatverdacht gegen eine dritte Person vor.

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Am Samstagmittag hatten Zeugen die leblosen Körper von Vater Devid R. (40), seiner Frau Linda R. (40) und den Kindern Leni (10), Janni (8) und Rubi (4) gesehen und die Polizei alarmiert.

Nach Informationen der Zeitung habe ein Nachbar Devid R. zuletzt am Freitag gesehen, als er seinen VW Crafter belud. Womit und warum? Völlig unklar!

R. wird von dem Blatt als bodenständig beschrieben. Demnach soll er als Lehrer an einer Berufsschule gearbeitet und eine Eventagentur betrieben haben. Auch als Brunnenbauer sei er aktiv gewesen. Seine Frau sei Diplombetriebswirtin gewesen und habe ebenfalls in Nachbarsort Wildenau gearbeitet, an der TH. Die Kinder besuchten die örtliche Schule.

Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung zeichnen Nachbarn das Bild einer heilen, glücklichen Familie. Sie seien "kontaktfreudig, aktiv im Ort, die Kinder toll" gewesen, berichtet ein Nachbar. Ein anderer meint, alle fünf hätten "vor Lebensfreude gesprüht".

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche Suizide. Da die Todesursache zum Zeitpunkt der Erstberichterstattung jedoch noch nicht bekannt war, hat die Redaktion sich entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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