"Keine Amoklage": Polizei nimmt Angreifer auf Uni-Dach fest

Bremen - Der mutmaßliche Angreifer vom Bremer Unigelände bleibt nach Polizeiangaben in Gewahrsam. 

Polizei und Rettungskräfte positionierten sich auf dem Gelände.
Polizei und Rettungskräfte positionierten sich auf dem Gelände.  © Christina Kuhaupt/dpa

Das Amtsgericht Bremen ordnete am Samstag die einstweilige Unterbringung des 64-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Mit einer Eisenstange hatte der Mann am Freitag auf dem Bremer Universitätsgelände einen anderen Mann verletzt.

Dann flüchtete er sich auf das Dach eines Unigebäudes und konnte erst Stunden später von Polizeikräften überwältigt und festgenommen werden (TAG24 berichtete). 

Das 50-jährige Opfer musste ins Krankenhaus, konnte aber von der Kriminalpolizei zum Hergang befragt werden. 

Zum Hintergrund der Tat wurden keine Angaben gemacht. Die Ermittlungen liefen noch, teilte die Polizei nachmittags mit.

Der mutmaßliche Angreifer schlug morgens in einem Gebäude den 50-Jährigen mit der Stange. Das Opfer konnte sich aber in Sicherheit bringen. 

Dann ging der Angreifer nach ersten Ermittlungen auf eine 52-jährige Frau los, die sich aber unverletzt retten konnte. Der 64-Jährige flüchtete sich schließlich auf das Dach.

Mit der Tat löste er einen Großeinsatz der Polizei aus. Bei Twitter betonten die Beamten, dass es sich dennoch um "keine Amoklage" handelte. 

Anfangs sei unklar gewesen, wie groß die Lage wirklich sei. Deshalb sei das gesamte Einsatzteam angetreten, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen. Zum Motiv und weiteren Hintergründen gab es keine Angaben.

Im Internet kursierten zwischenzeitlich Gerüchte, wonach der Mann eine Axt bei sich haben solle. Das bestätigte der Sprecher nicht. An dem Einsatz waren auch schwer bewaffnete Spezialkräfte beteiligt.

Polizisten bringen sich in der Nähe des Gebäudes NW 2 in Position.
Polizisten bringen sich in der Nähe des Gebäudes NW 2 in Position.  © Christina Kuhaupt/dpa

Das fünfgeschossige Uni-Gebäude wurde weiträumig abgesperrt, fast zwei Dutzend Einsatzwagen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren vor Ort. 

Universitätsmitarbeiter wurden aus dem betroffenen Gebäude von der Polizei ins Freie geführt.

Augenzeugen berichteten, dass sich zwischenzeitlich zwei Menschen mit dem Verdächtigen auf dem Dach unterhalten hatten.

Titelfoto: Christina Kuhaupt/dpa

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