Archäologen machen irren Fund unter Bremen, doch jetzt bleibt nur noch wenig Zeit

Bremen -  Mitten im dicht besiedelten Bremer Stadtteil Walle haben Archäologen in den vergangenen Monaten nach Spuren einer mittelalterlichen Siedlung gegraben.

Grabungsleiter Carlo Nüssli arbeitet an der Waller Heerstraße.
Grabungsleiter Carlo Nüssli arbeitet an der Waller Heerstraße.  © Sina Schuldt/dpa

Die Wissenschaftler nutzten dabei das Zeitfenster zwischen dem Abriss einer alten Käsefabrik vor drei Jahren und dem Bau einer Tiefgarage, der bald beginnen soll.

Landesarchäologin Uta Halle stellte am Dienstag die gefundenen Zeugnisse der Vergangenheit vor: Verfärbungen im Sand, die auf mittelalterliche Häuser und Brandstellen hindeuten, Keramikreste und Fragmente kleiner Gewichte aus der Arbeit an Webstühlen.

Ihrer Einschätzung nach stand an dieser Stelle bereits im 9. Jahrhundert nach Christus ein kleines Dorf. 

Es lag auf einer Düne, die sich von Achim im Kreis im Verden bis nach Grambke im Norden Bremens erstreckt. Dabei wurde Walle schriftlich erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. 

Die Funde zeigen, dass Menschen im heutigen Stadtteil Walle bereits im neunten Jahrhundert nach Christi siedelten.
Die Funde zeigen, dass Menschen im heutigen Stadtteil Walle bereits im neunten Jahrhundert nach Christi siedelten.  © Sina Schuldt/dpa

Walle blieb lange ein kleines Dorf, bis es Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem dicht bebauten Stadtteil von Bremen wurde.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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