Nach Teilnahme an "Querdenker"-Demo in Leipzig: Unternehmer vor die Tür gesetzt?

Bremen - Die Wut-Rede eines Unternehmers aus Worpswede (Niedersachsen), der sein Unternehmen angeblich wegen der Teilnahme an der "Querdenken"-Demo in Leipzig verloren hat, verbreitet sich aktuell in den sozialen Netzwerken. 

Der Rede des Unternehmers verbreitet sich aktuell im Netz.
Der Rede des Unternehmers verbreitet sich aktuell im Netz.  © Screenshot YouTube/Aufgeblickt

Der Bremer IT-Spezialist Andreas Rico Schweter veröffentlichte die Nachricht zunächst auf dem Telegram-Kanal "Unzensiert". 

Er habe ein "Berufsverbot" erhalten und seine Firma verloren, weil er am Wochenende in Leipzig für seine Überzeugungen eingetreten sei. Seiner Meinung nach sei die Demonstration in den Medien zudem völlig falsch dargestellt worden. Sie sei "friedvoll und gewaltfrei" gewesen. 

Da er selbst aufgrund eines ärztlichen Attests keine Maske trage, sei er am Montag zunächst von seinen Kollegen aus dem gemeinsamen Büro ausgeschlossen worden. Dann habe ein Teilhaber seines Unternehmens reagiert und die Auflösung seiner Firma angekündigt. 

"Wie kann es sein, dass ich aufgrund meiner Haltung meine Firma und meine Existenz verliere?", fragt Schweter in dem Video, dass auch bei YouTube schon nach wenigen Stunden mehr als 25.000 Klicks zählte. 

Dabei zieht der Unternehmer aus Worpswede eine fragwürdige Verbindung zur Zeit des Nationalsozialismus. 

Auf Anfrage von TAG24 wies der Geschäftsführer des Unternehmens die Vorwürfe zwar zurück, wollte sich aber nicht weiter dazu äußern. Auch Schweter selbst war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. 

Zu der Kundgebung gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Anti-Corona-Maßnahmen wurden 20.000 Menschen erwartet.
Zu der Kundgebung gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Anti-Corona-Maßnahmen wurden 20.000 Menschen erwartet.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Rund 20.000 Menschen hatten am Samstag auf dem Augustusplatz in Leipzig gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei trug kaum einer der Teilnehmer den in der Eindämmungsverordnung vorgeschriebenen Mund-Nase-Schutz. Auch die Abstände wurden in großen Teilen nicht eingehalten. 

Zudem kam es zu Flaschen- und Böllerwürfen sowie Angriffen auf Journalisten.

Die Versammlungsbehörde löste die Veranstaltung am Nachmittag auf. 

Titelfoto: Screenshot YouTube/Aufgeblickt, Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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