Mole sackt ab, Turm in gefährlicher Schieflage!

Bremerhaven - Wird Bremerhaven das Pisa des Nordens? Nachdem Teile der Nordmole in der Nordsee-Stadt in der Nacht zum Donnerstag abgesackt sind, ist der Moleturm an der Spitze der Kaje in gefährliche Schieflage geraten.

Der schiefe Turm von Bremerhaven zieht erste Schaulustige an.
Der schiefe Turm von Bremerhaven zieht erste Schaulustige an.  © Sina Schuldt/dpa

Er droht nun umzustürzen. Das Niedrigwasser zur Mittagszeit, das Druck von dem Bauwerk nahm, überstand der Turm, und zwar ohne sich weiter zu neigen, wie eine Senatssprecherin am Donnerstagmittag sagte.

Die Wasserschutzpolizei ist seit dem Morgen rund um den schiefen Turm im Einsatz, wie ein Sprecher sagte. Bei der Hafengesellschaft Bremenports, die für das Bauwerk zuständig ist, war zunächst niemand zu erreichen.

Die Polizei sperrte die Einfahrt zur Geeste ab. Auch der Fährbetrieb der Weserfähre musste eingestellt werden. Wie die Reederei mitteilte, ist Ersatzverkehr geplant.

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Die nötige Dauer der Sperrung blieb zunächst unklar. Der betroffene Bereich war offenbar bereits seit Jahren baufällig.

Wie lange wird der Turm der Nordmole in Bremerhaven noch stehen?
Wie lange wird der Turm der Nordmole in Bremerhaven noch stehen?  © Sina Schuldt/dpa
Über Nacht sind Teile der Mole in Bremerhaven abgesackt.
Über Nacht sind Teile der Mole in Bremerhaven abgesackt.  © Sina Schuldt/dpa

Am Donnerstagnachmittag wollte Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (54, SPD) sich über die Lage vor Ort und den Umgang mit der abgesackten Nordmole informieren.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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