Nordmole in Bremerhaven wird komplett abgerissen

Bremerhaven - Nach dem Zusammenbruch eines zweiten Abschnitts der maroden Nordmole in Bremerhaven soll das rund 250 Meter lange Bauwerk bis Ende des Jahres komplett abgerissen werden.

Die eingestürzte Nordmole in Bremerhaven. Am 13. September ist ein weiteres Teil des Bauwerks eingestürzt, nachdem im August bereits der vordere Teils der Mole mit dem darauf stehenden Leuchtfeuer in Schieflage geraten war.
Die eingestürzte Nordmole in Bremerhaven. Am 13. September ist ein weiteres Teil des Bauwerks eingestürzt, nachdem im August bereits der vordere Teils der Mole mit dem darauf stehenden Leuchtfeuer in Schieflage geraten war.  © Sina Schuldt/dpa

Ein Sprecher der Hafengesellschaft Bremenports sagte am Mittwoch, dieser Schritt sei notwendig, da andernfalls die Gefahr bestehe, dass weitere Teile abbrechen könnten.

Am Montag hatte der Rückbau des Nordmolenkopfes begonnen, der sich in der Nacht zum 18. August abgesenkt hatte.

Durch das Absacken des vorderen Teils der Mole war das darauf stehende Leuchtfeuer in Schieflage geraten. Der Turm mit dem markanten roten Haupt hatte deswegen bundesweit für Aufsehen gesorgt. Am Dienstag stürzte schließlich ein weiterer, rund 50 Meter langer Teil aus der Mitte des Bauwerks ein, das sich an der Mündung zum Fluss Geeste befindet.

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Der Sprecher kündigte an, dass bis Ende Oktober ein Wall zum angrenzenden Strandbad entstehen soll. Als Material könnten Sandsäcke, Steine oder Spundwände dienen. Ziel sei, dass der Sand aus dem Strandbad bei einer Sturmflut die Geestemündung nicht versande. Anfang Oktober soll ein temporäres Leuchtfeuer vor dem Molenkopf installiert werden.

Für den Abriss und Bau einer neuen Mole sind Gesamtkosten von 25,4 Millionen Euro eingeplant.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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