Bestechung? Düsseldorfer Luftfilter-Deal war offenbar schmutzig

Düsseldorf – Nach dem millionenschweren Ankauf von Luftfiltern für Düsseldorfer Grundschulen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Korruptionsverdachts.

Die Stadt Düsseldorf hat Luftfilter für mehrere Millionen Euro gekauft, der Einbau wurde nun aber wegen Korruptionsverdachts gestoppt. (Symbolbild)
Die Stadt Düsseldorf hat Luftfilter für mehrere Millionen Euro gekauft, der Einbau wurde nun aber wegen Korruptionsverdachts gestoppt. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

"Wir haben den Anfangsverdacht der Bestechung und Bestechlichkeit bejaht", sagte eine Sprecherin der Behörde am Dienstag auf Anfrage. Daher sei nun nach entsprechender Vorprüfung ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Die Stadt Düsseldorf hatte in dem Zusammenhang einem Mitarbeiter gekündigt.

Nach bisherigen Untersuchungen habe es einen Interessenskonflikt, einen Verstoß gegen die Compliance-Richtlinien und möglicherweise auch Straftaten gegeben, hatte die Stadt mitgeteilt.

Der Einbau der Luftfilter, die das Coronavirus aus der Raumluft filtern sollen, war gestoppt worden.

Die Stadt Düsseldorf hatte Ende letzten Jahres 4000 UV-Luftfilteranlagen im Wert von vier bis fünf Millionen Euro angeschafft. Damit sollten alle Klassen- und Lehrerzimmer der städtischen Grundschulen ausgestattet werden.

Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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