Bestürzung in Düsseldorf: Karnevalisten verschieben Rosenmontagszug

Düsseldorf – Rosenmontag erst im Mai: Die Jecken aus Düsseldorf hoffen, dass dann trotz Corona wieder richtig auf den Straßen gefeiert werden kann. In Leverkusen wurden die Karnevalszüge dagegen abgesagt.

2020 feierten die Jecken noch ausgelassen, bevor die erste Corona-Welle Deutschland erreichte. (Archivbild)
2020 feierten die Jecken noch ausgelassen, bevor die erste Corona-Welle Deutschland erreichte. (Archivbild)  © Federico Gambarini/dpa

Die Düsseldorfer Jecken verschieben den Rosenmontagszug wegen der Corona-Pandemie im kommenden Jahr vom 28. Februar auf den 8. Mai. Das entschied am Mittwoch das Comitee Düsseldorfer Carneval.

Der neue Termin eröffne die Chance, den Düsseldorfer Rosenmontagszug in der gewohnten Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, begründeten die Narren den Schritt.

"Wir alle gehen davon aus, dass wir im kommenden Frühjahr die vierte Coronawelle überwunden haben", sagte der Präsident des Comitees, Michael Laumen. Gleichzeitig biete die damit verbundene Verlängerung der Session allen Vereinen die Möglichkeit, ihre für Januar und Februar 2022 geplanten Veranstaltungen zu verlegen.

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"Wir sehen darin eine echte Chance, den Karneval am Leben zu erhalten und trotzdem zu feiern", sagte Vizepräsident Stefan Kleinehr.

Die Verlängerung der Session bis zum 8. Mai hat das Comitee nach eigenen Angaben mit Vertretern der Stadt Düsseldorf und der katholischen Kirchengemeinde abgestimmt.

Das Comitee Düsseldorfer Carneval ist die Dachorganisation des Karnevals in Düsseldorf und wurde 1825 gegründet.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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