Bundesamt: Hacker-Attacke auf Uniklinik Düsseldorf war vermeidbar

Düsseldorf - Der erfolgreiche Hackerangriff auf die Düsseldorfer Uniklinik wäre nach Angaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verhinderbar gewesen.

Die Uniklinik Düsseldorf wurde im September 2020 Opfer eines Hacker-Angriffs. (Archivbild)
Die Uniklinik Düsseldorf wurde im September 2020 Opfer eines Hacker-Angriffs. (Archivbild)  © Marius Becker/dpa

Er hätte schon mit dem einfachen Grundschutz des BSI verhindert werden können, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Montag bei einem Kongress der NRW-Landesregierung zur inneren Sicherheit.

Das BSI weise sehr schnell auf jede erkannte Sicherheitslücke in der Software von Unternehmen hin.

Dennoch dauere es manchmal bis zu zwei Jahre, bis Unternehmen diese Lücke dann schlossen - und manchmal geschehe auch gar nichts, kritisierte Schönbohm.

NRW-Justizminister Peter Biesenbach (72, CDU) räumte ein, dass die Bereitschaft, sich über IT-Sicherheit Gedanken zu machen, sehr unterschiedlich ausgeprägt sei.

Uniklinik Düsseldorf wurde durch Angriff lahmgelegt

Die IT-Systeme der Uniklinik waren durch den Hackerangriff in der Nacht zum 10. September 2020 lahmgelegt worden.

Die Uniklinik musste sich von der Notfallversorgung abmelden. Rettungswagen fuhren sie tagelang nicht an.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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