Demo nach umstrittenem Polizeieinsatz in Düsseldorf: 2000 Teilnehmer angemeldet

Düsseldorf - Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz in der Düsseldorfer Altstadt soll am kommenden Samstag ein Protestmarsch mit bis zu 2000 Teilnehmern durch die Landeshauptstadt ziehen.

Polizisten trainieren im "Regionalen Trainingszentrum" (RTZ) der Polizei in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) eine Festnahme.
Polizisten trainieren im "Regionalen Trainingszentrum" (RTZ) der Polizei in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) eine Festnahme.  © picture alliance / dpa

Die Polizei bestätigte eine entsprechende Anmeldung durch eine Privatperson.

Der "Protestmarsch für Mohamed A. - gegen Polizeigewalt" soll am Nachmittag durch den Hauptbahnhof, dann durch die Innenstadt einschließlich der Königsallee bis zur Stelle des Vorfalls an der Neustraße und dann zum Burgplatz führen. 

Die Polizei will nach Angaben einer Sprecherin mit dem Anmelder noch ein sogenanntes Kooperationsgespräch führen, bei dem unter anderem die Wegstrecke thematisiert werden soll.

Vergangenen Samstag war ein 15-Jähriger von einem Polizisten mit dem Knie am Kopf auf dem Boden fixiert worden, nachdem er die Beamten vorher beleidigt und tätlich angegriffen haben soll. 

Minderjähriger hatte sich in Einsatz eingemischt

Ein Video des Vorfalls hatte für Debatten gesorgt. 

Der 15-Jährige hatte sich laut Polizei am Samstagabend in einen Einsatz eingemischt, bei dem es eigentlich um zehn Randalierer an einem Schnellimbiss-Restaurant in der Altstadt ging.

Nachdem er die Beamten bepöbelte, attackierte und sich nicht fesseln ließ, wurde er laut Ermittlern zu Boden gebracht.

Innenminister Herbert Reul (CDU) will am Donnerstag im Landtag einen Bericht zum aktuellen Ermittlungsstand vorlegen.

Titelfoto: picture alliance / dpa

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