Deutsche Landeshauptstadt schafft "Rechts stehen, links gehen" ab: Der Grund verblüfft

Düsseldorf – Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt will auf eine angedachte "Rechts stehen, links gehen"-Beschilderung in den Düsseldorfer U-Bahnhöfen verzichten - der Grund überrascht.

In Düsseldorf wird auf "Rechts stehen, links gehen"-Beschilderung verzichtet. (Symbolbild)
In Düsseldorf wird auf "Rechts stehen, links gehen"-Beschilderung verzichtet. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/dpa

Laut Verwaltung ist das Gehen auf Rolltreppen offiziell verboten.

Die Verwaltung hatte die mehrsprachige Beschilderung für den Verkehrsausschuss geprüft und herausgefunden, dass nach Bestimmungen der Deutschen Unfallversicherung "ein Gehen auf Fahrtreppen nicht gestattet" sei. Man habe extra noch einen Sachverständigen konsultiert - mit dem gleichen Ergebnis.

Die Vorlage an den Ausschuss bietet viele Erkenntnisse über Rolltreppen: "Die Stufenhöhe von Fahrtreppen ist höher als von normalen Treppenstufen."

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Das führe "vermehrt zum Stolpern von laufenden Personen", die andere Menschen mitreißen könnten. Durch die geriffelten Stufen könne man sich außerdem noch mehr verletzen als auf einer normalen Treppe.

Untersuchungen der britischen Transportbehörde hätten zudem ergeben, "dass die maximale Beförderungsleistung erreicht wird, wenn die Fahrtreppen nebeneinander und dicht hintereinander stehend besetzt sind." Es erhöhe die Leistungsfähigkeit nicht, wenn die
Fahrtreppen nur rechts durchgehend besetzt sind - und einzelne Personen links überholen.

Fazit: Dem Verkehrsausschuss wird empfohlen, die Idee am Freitag zu begraben. Eine Geschwindigkeitserhöhung der Rolltreppen sei aus Sicherheitsgründen übrigens auch ausgeschlossen.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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