Nach Balkonbrand: Feuerwehr findet verdächtige Gegenstände

Düsseldorf – Ein Balkonbrand hat am Samstagabend eine Wohnungsdurchsuchung zur Folge gehabt. Nun ermittelt sogar der Staatsschutz.

Die Feuerwehr löschte den Balkonbrand in Düsseldorf und fand dann in der Wohnung verdächtige Gegenstände.
Die Feuerwehr löschte den Balkonbrand in Düsseldorf und fand dann in der Wohnung verdächtige Gegenstände.  © Patrick Schüller

Die Feuerwehr war gegen 17.15 Uhr in die Josef-Maria-Olbrich-Straße im Stadtteil Garath gerufen worden.

Dort gab es ein Feuer auf dem Balkon eines Wohnhauses. Nach Einschätzung der Feuerwehr hatte es zuvor eine Reaktion gegeben.

Die Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf das Flachdach und brachten das Feuer schnell unter Kontrolle. Da der Wohnungsinhaber zu diesem Zeitpunkt abwesend war, musste die Feuerwehr sich gewaltsam Zutritt zur angrenzenden Wohnung verschaffen.

Dort retteten die Einsatzkräfte zunächst zwei Katzen und zwei Meerschweinchen, bevor sie weitere Entdeckungen machten. In der Wohnung befanden sich Weltkriegsdevotionalien, sowie Dekowaffen und explosivverdächtige Gegenstände.

Die Polizei entschloss sich daraufhin, das Gebäude zu evakuieren und weiträumig abzusperren.

Die Anwohner wurden in Bussen der Rheinbahn betreut. Spezialisten des LKA untersuchten dann die verdächtigen Gegenstände.

Gefährliche Granatenreste entdeckt

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und durchsuchte dann die Wohnung.
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab und durchsuchte dann die Wohnung.  © Patrick Schüller

Während sich die Fundstücke als ungefährlich herausstellten, wurden auch das Auto und die Garage des Wohnungsinhabers (38) durchsucht. In der angemieteten Garage des deutschen Familienvaters (38) wurden zwei gefährliche Granatenreste sowie Munition und Pyrotechnik gefunden.

Die Granatenreste wurden am Sonntagmorgen kontrolliert auf einem Feld bei Langenfeld gesprengt.

Die Staatsanwaltschaft und der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Düsseldorf haben aufgrund der Funde die Ermittlungen aufgenommen. Es besteht unter anderem der Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Der Feuerwehreinsatz konnte dagegen bereits nach 90 Minuten beendet werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar.

Da bereits vor Eintreffen der Feuerwehr brennende Teile vom Balkon im dritten Stock gefallen waren, mussten auch Löscharbeiten im Erdgeschoss und an der Fassade erfolgen.

Titelfoto: Patrick Schüller

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