Deutlich mehr Drogentote in NRW

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr die Zahl der Drogentoten einem Medienbericht zufolge deutlich gestiegen.

Laut einem Medienbericht starben 2019 in NRW 292 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen (Archivbild).
Laut einem Medienbericht starben 2019 in NRW 292 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen (Archivbild).  © Boris Roessler/dpa

2019 kamen dem NRW-Gesundheitsministerium zufolge 292 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben - das waren 52 mehr als im Vorjahr, wie die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" berichtete. 

Die Langzeitfolgen des Drogenkonsums seien bei 212 Fällen die Todesursache gewesen, so das Ministerium. 

"Dies zeigt erneut, dass trotz guter Therapien Drogenabhängigkeit eine schwere Erkrankung mit langfristigen Folgen ist", sagte ein Ministeriumssprecher der "NRZ".

Bis vor ein paar Jahren war die Zahl der Drogentoten deutlich zurückgegangen, seitdem steigt sie wieder. Schon 2018 waren es 18 Prozent mehr als 2017 gewesen. 

2008 waren landesweit 380 Drogentote gezählt worden. Zwischen 2010 und 2015 hatte sich ihre Zahl um mehr als ein Drittel (36 Prozent) verringert. Dann kam es zu einer Trendwende.

Die Anzahl der Drogentoten in Deutschland von 2009 bis 2019.
Die Anzahl der Drogentoten in Deutschland von 2009 bis 2019.  © DPA/Grafik: R. Mühlenbruch, Redaktion: J. Schneider

Auch bundesweit steigt die Zahl der Drogentoten seit 2012 wieder deutlich an. In fast jedem zweiten Fall ist die Todesursache eine Vergiftung durch Opiode oder Opiate.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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