Nach Hauseinsturz in Düsseldorf: Vermisster Bauarbeiter tot aufgefunden

Düsseldorf – Nach dem Einsturz eines Hinterhauses in Düsseldorf ist die Feuerwehr weiter auf der Suche nach zwei Vermissten.

Feuerwehrleute stehen in einer Hauseinfahrt vor Bauschutt.
Feuerwehrleute stehen in einer Hauseinfahrt vor Bauschutt.  © David Young/dpa

Die ganze Nacht über sei nach Zugangsmöglichkeiten gesucht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am frühen Dienstagmorgen. 

Der Rest des Gebäudes sei noch akut einsturzgefährdet.

Die Feuerwehr ist seit dem Unglück am Montagmittag im Dauereinsatz vor Ort, wie es hieß.

Das mehrstöckige, leerstehende Haus wurde kernsaniert, als es einstürzte. (TAG24 berichtete)

Zunächst waren die Einsatzkräfte von einem Vermissten – einem 39-Jährigen – ausgegangen, der unter dem riesigen Schuttberg vermutet wurde.

Am Abend kam die Befürchtung dazu, dass ein weiterer Bauarbeiter verschüttet sein könnte.

Vorsichtshalber räumten die Einsatzkräfte angrenzende GebäudeInsgesamt 31 Menschen wurden durch die Stadt in Ausweichquartiere untergebracht.

Update, 10.35 Uhr: Rettungskräfte finden Männerleiche

Der Blick auf die Unglücksstelle in Düsseldorf.
Der Blick auf die Unglücksstelle in Düsseldorf.  © Feuerwehr Düsseldorf

Am frühen Dienstagmorgen haben die Einsatzkräfte nach stundenlanger Suche einen der beiden vermissten Bauarbeiter tot aufgefunden.

Aufgrund der Einsturzgefahr ist die Bergung der Leiche jedoch derzeit nicht möglich.

Die Suche nach dem zweiten Vermissten dauert an. Die Freilegung und das Abtragen der Trümmerteile erfolgt per Hand und mit technischem Gerät.

Notfallseelsorger kümmern sich vor Ort um die Angehörigen der beiden Verschütteten.

Die angrenzenden Gebäude bleiben nach der gestrigen Evakuierung gesperrt und dürfen wegen der akuten Einsturzgefahr nicht betreten werden.





Update, 7.36 Uhr: Die Rettungsarbeiten kommen voran

Bei der Suche nach den Vermissten kommen auch Höhenretter zum Einsatz.
Bei der Suche nach den Vermissten kommen auch Höhenretter zum Einsatz.  © Feuerwehr Düsseldorf

Die Einsatzkräfte konnten bereits einige Trümmerteile räumen und sich somit in das Einsturzgebiet vorarbeiten, wie die Feuerwehr Düsseldorf mitteilte.

Die Retter nähern sich dadurch nach und nach dem Bereich, wo sich einer der vermissten Arbeiter befinden könnte. Bislang sei es aber nicht gelungen, Kontakt zu den beiden womöglich verschütteten Männern aufzubauen.

Die Feuerwehr rechnet nach derzeitigem Kenntnisstand damit, dass die Arbeiten sich noch über mehrere Stunden ziehen werden.

Derweil befinden sich um die 80 Einsatzkräfte vor Ort, bestehend aus Feuerwehr, Rettungsdienst sowie Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks.

Letzteres hat ein sogenanntes Einsatzstellen-Sicherungs-System installiert. Dieses soll die Arbeiter warnen, falls weitere Einstürze drohen.

Titelfoto: David Young/dpa

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