"Lex Garzweiler": Umwelt-Aktivisten kämpfen für ihre Dörfer

Düsseldorf – Umweltverbände und Bewohner des Rheinischen Braunkohlereviers haben Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine "Lex Garzweiler" zu Gunsten des Energiekonzerns RWE vorgeworfen. 

Protestanten fordern Erhalt von fünf Dörfern am Braunkohletagebau Garzweiler.
Protestanten fordern Erhalt von fünf Dörfern am Braunkohletagebau Garzweiler.  © Henning Kaiser/dpa

Laschet sei bislang nicht bereit gewesen, sich vor Ort mit den Sorgen der vom Abriss ihrer Dörfer Betroffenen auseinanderzusetzen, kritisierte Dirk Jansen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Vor der Staatskanzlei in Düsseldorf demonstrierten am Donnerstag rund zwei Dutzend Aktivisten symbolisch unter Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften.

Sie forderten ein Ende des Braunkohleabbaus weit vor 2038 und den Erhalt von fünf Dörfern am Braunkohletagebau Garzweiler.

Hinter ihnen stehen nach Angaben des BUND 28 Verbände, Organisationen und Initiativen.

Vor der neuen Leitentscheidung der Landesregierung zum Braunkohleabbau im Rheinischen Revier müsse es ein unabhängiges Gutachten geben, forderte Jansen.

Das Protestbündnis zweifelt die energiewirtschaftliche Notwendigkeit an, noch Kohle unter den fünf Dörfern abbaggern zu müssen.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

Mehr zum Thema Düsseldorf:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0