Nächtliche Aktion: Greenpeace Aktivisten seilen sich von Staatskanzlei ab

Düsseldorf – Greenpeace-Aktivisten sind aus Protest gegen den Braunkohletagebau Garzweiler auf das Dach der Staatskanzlei in Düsseldorf geklettert.

Die Aktivisten von Greenpeace haben an der Düsseldorfer Staatskanzlei ein kritisches Banner.
Die Aktivisten von Greenpeace haben an der Düsseldorfer Staatskanzlei ein kritisches Banner.  © Patrick Schüller

An der Fassade haben die Demonstranten ein Banner mit der Aufschrift "Staatskanzlei NRWE: Klima verheizt, Heimat zerstört" befestigt.

Das teilte die Umweltorganisation am frühen Donnerstagmorgen mit. Die Polizei bestätigte einen größeren Einsatz an der Staatskanzlei.

Die Aktivisten werfen Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) vor, trotz Klimakrise und drohender Zerstörung weiterer Dörfer die Ausweitung des Tagebaus Garzweiler II nicht zu stoppen.

Ein neues Gutachten der Organisation zeige, dass die Landesregierung durchaus über den notwendigen Spielraum verfüge.

"Greenpeace fordert Ministerpräsident Laschet auf, die geplante Zerstörung der Dörfer durch RWE mit einem sofortigen Moratorium aufzuhalten", hieß es.

Die Aktivisten von Greenpeace seilten sich von der Fassade der Düsseldorfer Staatskanzlei ab.
Die Aktivisten von Greenpeace seilten sich von der Fassade der Düsseldorfer Staatskanzlei ab.  © Patrick Schüller

Und weiter: "Er muss die anstehende Leitentscheidung für die künftigen Tagebaugrenzen und damit die Kohleabbaumengen unter Einhaltung der Pariser Klimaziele treffen." RWE dürfe sich bei Laschet nicht länger wie zu Hause fühlen.

Titelfoto: Patrick Schüller

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