"Null Toleranz": Düsseldorfs OB Keller will knallhart gegen Randalierer durchgreifen

Düsseldorf - Randalierern geht es in Düsseldorf künftig mehr an den Kragen und an die eigene Tasche. Die Düsseldorfer Altstadt sowie das angrenzende Rheinufer sollen sicherer und sauberer werden. Dafür macht sich OB Stephan Keller (51, CDU) stark.

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) will dafür sorgen, dass die Altstadt sauberer und "stressfreier" wird.
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (51, CDU) will dafür sorgen, dass die Altstadt sauberer und "stressfreier" wird.  © Malte Krudewig/dpa

Wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, kündige Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (51,CDU) am Donnerstag eine "Null-Toleranz-Strategie" an.

Zustände wie am vergangenen Wochenende mit 78 Polizeieinsätzen in einer Nacht werde man nicht mehr hinnehmen. Außerdem werde man die Zahl der E-Scooter halbieren.

Am Rheinufer wurden in den vergangenen Tagen Lichtmasten aufgestellt, um Bereiche bei Bedarf heller zu erleuchten und so unliebsame Gruppen zu vergraulen. Man wolle es "ungemütlicher machen für diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten", sagte Keller. Die bestehende Beleuchtung an der Rheinpromenade soll durch hellere ersetzt werden.

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Anwohner hatten sich über Müll, nächtliches Gegröle und Urinieren in Hauseingängen beklagt. Das Problem werde auch mit mobilen WC-Anlagen, Müllsaugern, 200 größeren Mülleimern und häufigerer Leerung angegangen, so Keller.

"Wir müssen dem Eindruck entgegentreten, dass hier ein öffentlicher Raum verlottert", sagte das Stadtoberhaupt.

Düsseldorf: Höhere Strafen für Wildpinkler!

Wildpinkler würden künftig mit bis zu 178,50 Euro statt 35 Euro zur Kasse gebeten. Die Stadt werde mit mehr Ordnungskräften mehr Präsenz zeigen. Die stationären öffentlichen WC-Anlagen müsse man nach Vandalismus und Sabotage bewachen.

Keller kündigte außerdem an, die Zahl der 12.500 E-Scooter in der Landeshauptstadt zu halbieren. "Ich ärgere mich wirklich sehr, dass man uns dieses Problem aufgehalst hat", sagte der Oberbürgermeister in Richtung der Bundesregierung. "Diese Scooter haben keinen verkehrspolitischen Nutzen, sind umweltpolitisch fragwürdig und ein Problem im öffentlichen Raum."

Die Sondernutzungsgebühr werde pro elektrisch betriebenen Tretroller von 20 auf 50 Euro im Jahr erhöht.

Auch den E-Scooter-Fahrer geht es an die Tasche: Falsch abgestellte Scooter werde die Stadt einsammeln und den Betreibern dafür 100 Euro pro Gerät in Rechnung stellen. "Wir bräuchten eigentlich noch stärkere Instrumente - aber wir tun jetzt alles, was wir können, um dem Problem Herr zu werden."

Titelfoto: Malte Krudewig/dpa

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